16.03.2021 13:36 |

Intensivbetten

Spitalskapazitäten: So ist die Lage in Wien

Insgesamt 383 Menschen brauchen derzeit in Österreich aufgrund einer Coronavirus-Infektion intensivmedizinische Betreuung. In Niederösterreich wird die Lage in den Spitälern immer heikler, und auch in Wien ist der Anstieg an Patienten, die aufgrund einer Coronavirus-Infektion intensivmedizinische Behandlung brauchen, zuletzt merkbar angestiegen. Aktuell benötigen hier 143 Menschen ein Intensivbett, neun mehr als noch am Montag. Die Entwicklung der Lage befindet sich unter genauer Beobachtung.

Einschränkungen in den städtischen Spitälern gebe es hinsichtlich der Operationsbetriebe vorerst nicht, erklärte eine Sprecherin des Wiener Gesundheitsverbundes auf APA-Anfrage. Wann dies der Fall sein könnte, ließ sie offen, konkrete Zahlen nannte sie ebenfalls nicht, da der Übergang „fließend“ sei. Klar sei jedoch, dass man sich anschauen müsse, „wie sich die Infektionszahlen weiterentwickeln“, so die Sprecherin.

Kooperation mit Ordens- und Privatspitälern
In der Bundeshauptstadt gibt es einen Covid-Stufenplan, nach dem in den Spitälern vorgegangen wird. Dabei wird die Planung der Spitalskapazitäten mit dem laufenden Monitoring der Auslastung der Covid-Versorgungsbereiche kombiniert. Das erlaubt, bei steigendem Bedarf ausreichend Kapazitäten rasch zur Verfügung zu stellen und umgekehrt wieder für die Regelversorgung sicherzustellen. Dabei wird mit den Ordensspitälern - die auch Corona-Patienten betreuen - und den Privatspitäler kooperiert.

Derzeit Stufe vier des Stufenplans
„Wir haben den Stufenplan bereits zwei Mal auf- und abgespielt und er hat sich bewährt“, so die Sprecherin. Ziel ist, genau jene Bettenkapazität zur Verfügung zu stellen, die es braucht. Aktuell sei man auf Stufe vier des Stufenplans, in der 150 Intensivbetten vorgesehen sind.
Insgesamt verfügen die Spitäler des Wiener Gesundheitsverbundes über rund 6000 Normalbetten sowie 550 Intensivbetten - in Summe und nicht nur für an Covid-19 erkrankte Menschen.

Weitere 100 Betten sind mit sogenannten High-Flow-Oxygen-Geräten ausgestattet, womit eine spezielle Sauerstoff-Therapie bei Corona-Patientinnen und -Patienten möglich ist. Diese speziellen Betten sind im Moment nicht voll belegt, so die Gesundheitsverbund-Sprecherin. Der bisherige Höchststand an Hospitalisierungen wurde laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am 17. November 2020 dokumentiert, wo 756 Personen aufgrund von Covid-19 im Spital liegen mussten. Am 20. November 2020 gab es überdies die bisherige Höchstbelegung mit 162 Covid-Erkrankten im Intensivbettenbereich.

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