20.12.2010 08:44 |

Junuzovic geehrt

Liga-Trainer wählen Kärntner zum "Spieler des Jahres"

Der in Kärnten aufgewachsene Zlatko Junuzovic ist erstmals von Österreichs Bundesliga-Trainern zum "Fußballer des Jahres" gewählt worden. Der 23-jährige Ex-Kicker von Austria Kärnten ging in der zum 27. Mal durchgeführten Wahl mit 15 Punkten Vorsprung als Sieger 2010 hervor. Auf den Ehrenplätzen landeten Christian Fuchs (FSV Mainz 05) und Roman Kienast (Sturm Graz).

"Das ist eine große Ehre. So einen Titel bekommt man nicht alle Tage. Ich bin etwas überrascht, aber sehr stolz darauf", so der Mittelfeldakteur von Austria Wien, der 1992 wegen des Bürgerkriegs in Jugoslawien mit seiner Familie als Flüchtling nach Kärnten gekommen war. Die Familie hatte sich damals in Kühnsdorf niedergelassen, von wo "Sladdi" seinen Weg zum Vorzeige-Profi antrat.

Wählbar waren für die Bundesliga-Trainer alle in der Liga spielenden Akteure (aber keiner vom eigenen Verein) und im Ausland engagierten Österreicher. Und hier konnte Junuzovic, der im Sommer 2009 von Austria Kärnten zur Wiener Austria gewechselt war, ordentlich abräumen. Denn vier der zehn Trainer setzten Junuzovic auf Platz eins, dazu kamen je zwei zweite und dritte Plätze.

Auch Kapfenbergs Gregoritsch stolz auf Junuzovic
Mit Junuzovic freut sich auch Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch. "Ich habe ihn im Alter von 12 Jahren in die Akademie zum GAK geholt", erzählte er. Natürlich war für ihn sein Ex-Schützling 2010 die Nummer eins. "Er ist der Beste, weil er in einer spielerisch starken Mannschaft trotz seiner Jugend die Akzente setzt", meinte der Steirer.

Für Georg Zellhofer, den Coach von Schlusslicht LASK, ist Junuzovic der "Aufsteiger der Saison", der eine sehr gute Entwicklung gemacht habe. Er besitze hohe Laufbereitschaft und sei torgefährlich. Sturms Franco Foda und Paul Gludovatz von der SV Ried wählten ebenfalls den Austrianer. Der Deutsche bescheinigte ihm in diesem Jahr einen "großen Schritt nach vorn, in seiner Persönlichkeit und in seiner Art und Weise wie er spielt". Er besitze noch großes Potenzial.

"Er spielt attraktiv, mit Leidenschaft"
Gludovatz, der Junuzovic auf dem Weg zum historischen vierten Platz bei der der U20-WM im Sommer 2007 unter seinen Fittichen hatte, sparte ebenfalls nicht mit Lob. "Er ist mehr als ein Spielgestalter geworden - mit zielorientierten Pässen und Toren. Er hat einen großen Schub nach vorne gemacht", betonte der Burgenländer. Junuzovic ist natürlich auch für seinen Austria-Trainer ein würdiger Sieger. "Er hat sich enorm entwickelt und das Gefühl, der Leader zu sein, das gibt ihm Auftrieb. Er spielt attraktiv, mit Leidenschaft und reißt die anderen mit", meinte Karl Daxbacher.

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