ÖBB-Häuser zu kaufen

Sozialer Wohnbau ist oberstes Gebot

Im Linzer Franckviertel könnte eine Wohnanlage, welche die ÖBB nun an den Höchstbieter verkaufen will, Immobilien-Spekulanten anlocken. Um das zu verhindern, lässt Planungsreferent Markus Hein alle Möglichkeiten prüfen, damit die Bauten nicht in die falschen Hände gelangen und die Wohnungen weiter leistbar bleiben.

Die Anrainer rund um den Obach- und den Keißlerplatz sind verunsichert. Obwohl schon seit vielen Jahren immer wieder einmal die Rede davon war, dass die ÖBB die Wohnanlage verkaufen will, sorgte es jetzt bei den dort ansässigen Franckviertlern für Unbehagen, als sie vom ÖBB-Immobilienmanagement per Brief von den tatsächlichen Verkaufsplänen in Kenntnis gesetzt wurden.

Spekulanten nicht gefragt
5,5 Millionen Euro wollen die Österreichischen Bundesbahnen mindestens für die Siedlung lukrieren. Für FP-Planungsreferent Markus Hein dürfen am Ende nicht irgendwelche Investoren als Bestbieter hervorgehen: „Das oberste Gebot muss der soziale Wohnbau sein. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass die Anlage nicht in die Hände von Spekulanten fällt. Dazu lasse ich mehrere Möglichkeiten prüfen, die der Stadt prinzipiell zur Verfügung stehen.“

Beispielhaft
Aus Sicht von Hein könnte die Stadt das Linzer Modell zum Ausbau des förderbaren Wohnbaus anwenden, das heißt, bei späteren Umwidmungswünschen auf einem prozentuellen Anteil an sozialem Wohnbau bestehen. Der Freiheitliche präferiert allerdings die zweite Variante: Dank der neuen Raumordnung wäre eine Sonderwidmung für den sozialen Wohnbau möglich. „Damit könnte man vorab Immo-Haie in die Schranken weisen, Spekulationen vorbeugen“, so Hein. Apropos sozialer Wohnbau – ein paar Straßen weiter, im Wimhölzel-Hinterland, will die GWG im Juni zu bauen beginnen.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Dienstag, 18. Mai 2021
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