09.03.2021 06:37 |

Temporärer Aufenthalt

USA: Hunderttausende Venezolaner dürfen bleiben

Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik in den USA: Venezolanern, die bis Montag in die Staaten geflüchtet sind, wird eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung gewährt. Es sei derzeit aufgrund der „außergewöhnlichen“ Bedingungen nicht sicher, dorthin zurückzukehren - denn der Inselstaat könne seine eigenen Bürger nicht schützen.

Voraussetzung für die temporäre Aufenthaltsgenehmigung ist, dass man die Einreise bis spätestens Montag nachweisen kann. Alle anderen gehen leer aus. Bis zu 320.000 Antragsteller für den „Temporary Protected Status" werden erwartet. Wird dieser genehmigt, können diese Venezolaner legal in den USA arbeiten - vorerst 18 Monate lang.

Sanktionen gegen Venezuela am Prüfstand
Auch Sanktionen gegen den Inselstaat will die neue Regierung von Präsident Joe Biden unter die Lupe nehmen. Gemeinsam mit der EU und weiteren Partnern in Lateinamerika möchte man den Druck auf Venezuelas Präsident Nicolás Maduro weiter erhöhen. Ein Regierungsbeamter machte jedoch auch deutlich, dass die USA keine Eile habe, Sanktionen aufzuheben.

Seit Anfang 2019 tobt in dem einst reichen Land ein Machtkampf zwischen der Regierung von Staatschef Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guiadó. Guaidó wird von den USA, vielen lateinamerikanischen und europäischen Ländern unterstützt. Maduro kann auf China, Russland und seine Verbündeten Kuba, Bolivien und Nicaragua zählen.

Lebensmittel und Medikamente sind Mangelware
Das Land leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, Millionen haben ihre Heimat verlassen. Aus Mangel an Devisen und wegen US-Sanktionen kann es kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren.

Quellen: APA/dpa

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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