08.03.2021 07:45 |

„Ein enormer Verlust“

Französischer Milliardär starb bei Heli-Absturz

Der französische Milliardär und Politiker Olivier Dassault ist am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Der Helikopter mit dem 69-Jährigen an Bord stürzte bei Deauville im Norden Frankreichs ab. Olivier Dassault war der Sohn von Serge Dassault, der dem gleichnamigen Rüstungskonzern vorstand. Seine Familie zählt zu den reichsten Frankreichs und der Welt. In einer ersten Reaktion würdigte ihn Frankreichs Staatspräsident auf Twitter als Mann mit vielen Talenten und schrieb: „Sein brutaler Tod ist ein enormer Verlust.“

Die Dassaults gehören zu den einflussreichsten Familien in Frankreich. Zum Konzern gehören Branchen wie Luftfahrt, Verteidigung, Auktionswesen, Wein und Medien. Die Dassault Aviation Gruppe ist seit 70 Jahren ein führender französischer Flugzeughersteller und steht hinter dem Privatjet Falcon, dem Kampfflugzeug Mirage und zuletzt dem hochmodernen Kampfflugzeug Rafale.

Dassault war ein „visionärer Unternehmer“ 
Olivier Dassault gehörte der Republikanischen Partei (LR) an und saß für sie in der Nationalversammlung. Premierminister Jean Castex würdigte Dassault unter anderem als „humanistischen Abgeordneten“ und „visionären Unternehmer“. Der 69-Jährige hinterlässt eine Familie mit drei Nachkommen. Er war ein leidenschaftlicher Fotograf, Pilot und Komponist.

Großvater von den Nazis verfolgt
Dassault war der Enkelsohn von Manuel Bloch, einem Luftfahrtvisionär, der in der Nazi-Zeit wegen seiner Weigerung, mit der deutschen Luftfahrtindustrie zusammenzuarbeiten, in einem Konzentrationslager interniert wurde. Später benannte sich Bloch in Dassault um und gründete die Dassault-Gruppe. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Serge Dassault den Konzern. 

Alle drei Dassault-Geschwister verfügen nach einer Schätzung des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ jeweils über ein Vermögen von rund fünf Milliarden Euro.

Quelle: APA/AFP/Reuters

Martin Grob
Martin Grob
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