05.03.2021 19:32 |

Beiträge für Leistung

Betrugsvorwurf: Vorarlbergs Rotes Kreuz wehrt sich

Nach den Vorwürfen - samt Anzeige - gegen das Rote Kreuz in Vorarlberg, vom Bund gratis zur Verfügung gestellte Antigen-Tests bei Firmentests verwendet und verrechnet zu haben, hat sich die Rettungsorganisation am Freitag zu Wort gemeldet: Man weise alle Vorwürfe zurück. Sämtliche Beträge würden im Auftrag des Landes verrechnet und vergüteten rein die Dienstleistung der Testabnahme, hieß es.

Eine Privatperson hatte - wie berichtet - am 25. Februar das Rote Kreuz bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft angezeigt. Diese leitete die Anzeige an die Staatsanwaltschaft Feldkirch zur weiteren Prüfung weiter.

Beiträge vergüten nur Dienstleistung
Am Freitag wies das Rote Kreuz die Betrugsvorwürfe nun entschieden zurück und zeigte sich „verwundert“ über „Anzeigen aus dem privatwirtschaftlichen Bereich“. „Sämtliche Beiträge, die wir im Zuge der Corona-Abstrichnahmen verrechnen, vergüten rein die Dienstleistung. Sie sind vom Land in der Höhe freigegeben und zudem für das Rote Kreuz sogenannte Durchlaufposten“, betonte Rotkreuz-Präsident Ludwig Summer. Covid-Beauftragter Roland Gozzi erklärte dazu, man habe als humanitäre Non-Profit-Organisation keinerlei Gewinnerzielungsabsicht. Es mache ihn traurig, dass solche Vorwürfe ohne seriöse Prüfung verbreitet würden.

„Rotes Kreuz will an Pandemie kein Geld verdienen“
Die Testungen in Firmen seien auf Wunsch der Vorarlberger Wirtschaft gemeinsam mit Land und Wirtschaftskammer entwickelt worden. In Abstimmung mit dem Land verrechne das Rote Kreuz eine Vor-Ort-Pauschale von 300 Euro, zudem 15 Euro pro getesteter Person, wie mit dem Land im Februar 2020 vereinbart. „Die 15 Euro sind für die Durchführung der Abstriche, also für die Dienstleistung, nicht für die Test-Kits“, sagte Gozzi.

Die Gebühren, die man im Auftrag des Landes verrechne, würden dem Land in voller Höhe gutgeschrieben. Sie würden vollständig vom Betrag, den das Land dem Roten Kreuz zur Corona-Bekämpfung abgelte, abgezogen, so Summer. „Das Rote Kreuz erhält von der Landesregierung lediglich einen fünfprozentigen Verwaltungskostenzuschlag auf die Corona-bezogenen Sach- und Personalkosten“, erklärte der Präsident. Damit müsse die Organisation alle Verwaltungs- und Organisationskosten finanzieren. „Das Rote Kreuz will an der Pandemie kein Geld verdienen“, stellte Summer klar.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
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