Der Feinstaub macht wieder Ärger: Graz ist die Stadt mit der höchsten Belastung in Österreich. Heuer war das schon an 14 Tagen der Fall. Klagenfurt folgt auf Platz zwei. Hier gab es zehn Tage mit Grenzwertüberschreitung. Ebenthal hat ebenfalls Luftprobleme: Dort stiegen die Werte bereits siebenmal über das Limit.
„Die Belastung gilt als zu hoch, wenn im Tagesschnitt mehr als 50 Mikrogramm PM10 Feinstaub pro Kubikmeter Luft vorhanden sind“, erklärt Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich. „Der Jahresgrenzwert liegt übrigens bei 25 Tagen, und das Jahr ist noch jung.“
Sei es in Klagenfurt etwa gelungen, den Feinstaub durch Hausbrand zu senken, fließe weiterhin zu viel Verkehr. Expertin Ulla Rasmussen: „Es ist dringend nötig, Individualverkehr einzuschränken. Aus medizinischer Sicht sind nämlich die EU-Grenzwerte für Feinstaub zu hoch.“
Neben besseren Bahn- und Busverbindungen vom Umland in die Städte sei betriebliches Mobilitätsmanagement gefragt. Vorbild wäre Infineon in Villach wo viel getan werde, um Mitarbeiter auf Öffis oder Rad umzuleiten. Rasmussen: „Der Lockdown hat jedoch gezeigt, dass Gehsteige und Radwege zu schmal sind. Eine bewegungsaktive und gesunde Mobilität braucht einfach viel mehr Platz.“
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