02.03.2021 07:36 |

Hochbetrieb an Grenze

Burgenland: Mehr als 700 Aufgriffe im Februar

Die Februar-Bilanz des Grenzeinsatzes von Polizei und Bundesheer im Burgenland lässt die Alarmglocken schrillen. Mehr als 700 Flüchtlinge wurden in 28 Tagen aufgegriffen. Einen noch stärkeren Migrantenzustrom lässt die Lage entlang der Balkan-Route erwarten.

Die von höchster Stelle organisierte Schwerpunktaktion gegen Schlepper vergangenen Freitag (die „Krone“ berichtete) dürfte nur ein Vorgeschmack auf viele künftige Einsätze dieser Art gewesen sein. Laut aktuellen Meldungen aus Ländern an der Balkan-Route sind Tausende Flüchtlinge in Warteposition, um demnächst – großteils mit Unterstützung von Schleppern – Richtung Westen aufzubrechen.

Kontrollen „wichtiger denn je“
Die Menschenschmuggler gehen höchst professionell vor. Um eine Lücke zu finden, werden Grenzschützer gezielt ausspioniert. Per Auto oder auf dem Fahrrad kundschaften die Komplizen die Gewohnheiten der Patrouillen aus. Seit Monaten nutzen die Kriminellen auch Drohnen. Zur Überwachung ihrer Routen aus der Luft wird diese Technik nun verstärkt eingesetzt. „Kaum sind die Patrouillen zum Wachwechsel abgezogen, fahren 15 Minuten später zwei Fahrzeuge mit Flüchtlingen über die Grenze. Kontrollen sind daher wichtiger denn je“, heißt es aus dem Militärkommando.

Dass immer mehr Flüchtlinge unterwegs sind, schlägt sich in den Aufgriffszahlen im Burgenland nieder. Am Sonntag wurden 45 Grenzgänger registriert, in der vergangenen Woche waren es insgesamt 316. Mehr als 700 Migranten stoppten unsere Soldaten und Polizisten im ganzen Februar. „Die Situation dürfte sich bald zuspitzen“, befürchten Insider.

Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

 Burgenland-Krone
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