12.02.2021 15:54 |

Politexperte Heinisch:

„Republikaner haben große Angst vor Donald Trump“

Das Amtsenthebungsverfahren rund um Ex-US-Präsident Donald Trump geht in die nächste Runde. Damit Trump aber überhaupt aus seinem Amt enthoben werden könnte, bräuchte es eine Zweidrittelmehrheit. Neben den 50 Abgeordneten der Demokraten müssten also noch zusätzlich17 Republikaner für ein Impeachment stimmen. Dass es dazu kommt, sei laut Reinhard Heinisch, Politikwissenschaftler aus heutiger Sicht aber unwahrscheinlich, wie er im krone.tv-Talk „Nachgefragt“ gegenüber Moderatorin Raphaela Scharf erklärt.

„Ganz am Beginn gab es eine Abstimmung, ob diese Abstimmung überhaupt zulässig ist“, so Heinisch. Bereits da habe es nicht genug Republikaner gegeben, die mitgestimmt haben. „Die Republikaner haben zwar immer wieder wiederholt, dass das alles sehr schlimm sein mag, was Trump gemacht hat. Aber letztlich ist deren Rechtsposition, dass dieses Verfahren einfach nicht zulässig ist,“ sagt der Politikexperte. Man müsse auch dazu sagen, dass wahrscheinlich genug Republikaner mitstimmen würden, „aber die haben sehr große Angst vor Donald Trump, weil Trump unter den Wählern der Republikaner phänomenal beliebt ist.“

Trump sei die beliebteste politische Persönlichkeit unter den Republikanern - mit Zustimmungswerten von 90 Prozent. Jene Republikaner die sich öffentlich gegen Trump geäußert haben, hätten massive Kritik von der Parteibasis erfahren. „Das ist für viele Republikaner ein politisches Todesurteil, sich gegen Trump zu stellen“, so Heinisch.

Den ganzen Talk mit Politikexpterte Reinhard Heinisch sehen Sie im Video oben.

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