Ebensee oder Gosau

„Unsere Hallenbäder berühren sich nicht“

Derzeit liegt das Hallenbadprogramm auf Eis! Darum ist nach wie vor unklar, welche Gemeinde sich über eine finanzielle Landeshilfe in Millionenhöhe freuen darf: Ebensee oder Gosau. Im Sinne der gar nicht mehr so neuen „Gemeindefinanzierung neu“ soll nur ein Standort im Bezirk Gmunden gefördert und die Entscheidung im beidseitigen Einvernehmen getroffen werden.

Indoor-Schwimmen oder sich einfach nach Herzenslust im Wasser austoben, kann man im Bezirk Gmunden entweder in der Eurotherme Bad Ischl oder den beiden Gemeindehallenbädern in Ebensee und Gosau. Doch vor allem Letztere sind bereits in die Jahre gekommen, sie bedürften einer ordentlichen Sanierung.

Fünf bis zehn Millionen Förderung
Das Land würde fünf bis zehn Millionen Euro für einen der beiden Standorte locker machen. Allerdings eben nur für einen. Und welche Gemeinde sich über den warmen Geldregen freuen darf, sollen die beiden selbst entscheiden. Eine Lösung, wie etwa in Rohrbach, wo ein ähnlicher Prozess – wie berichtet – erfolgreich umgesetzt wurde, lässt bereits zwei Jahre auf sich warten.

„Wirklich gutes Gesprächsklima“
Während Ebensees SP-Ortschef Markus Siller für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, meint Friedrich Posch, Bürgermeister der Salinengemeinde Gosau: „Es herrscht wirklich ein gutes Gesprächsklima zwischen uns und den Ebenseern. Meiner Meinung nach berühren sich die beiden Hallenbäder überhaupt nicht. Es gibt gute Argumente für beide Standorte. Und außerdem: Im Bezirk gibt es zwei Landeskrankenhäuser, zwei Bezirksgerichte, also müsste auch Platz für zwei Bezirkshallenbäder sein.“

Arbeitsgruppen installiert
In Poschs Gemeinde wird, unabhängig von der Entscheidung, derzeit in Arbeitsgruppen intensiv an einer Attraktivierung der eigenen Plantschoase gearbeitet. „Unser Bad bildet mit Kulturzentrum und den Schulen ein kommunales Zentrum. Wir wollen künftig initiieren, dass noch weitere Schulen Schwimmkurse bei uns abhalten, aber auch Betriebe in der Umgebung mit uns kooperieren.“

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Samstag, 18. September 2021
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