Familienfehde

Bruder gab nach Todesstich einen Mordauftrag

Der vorerst letzte Akt im Kriminaldrama um die Fehde zweier nordmazedonischer Familien im Bezirk Vöcklabruck (Oberösterreich) geht am 2. Februar im Landesgericht über die Bühne. Der Bruder jenes 29-Jährigen, der 2019 bei einer Massenschlägerei starb, soll einen Mordauftrag für den vermeintlichen Täter gegeben haben.

Ein erster Höhepunkt des schon länger schwelenden Streits zweier Familien war eine Massenschlägerei am 9. Februar 2019, die einen Familienvater (29) das Leben kostete. Der Täter konnte auch bei einem Gerichtsverfahren nicht eruiert werden. Ein 21-Jähriger galt als Hauptverdächtiger, wurde aber „nur“ wegen absichtlicher Körperverletzung an zwei anderen Beteiligten zu 30 Monate Haft verurteilt.

10.000 Euro „Prämie“
Im Herbst des Vorjahres wollte sich der Bruder (29) des Toten in Attnang-Puchheim als Richter aufspielen. Er soll einem Landsmann (23) aus Vöcklabruck 10.000 Euro geboten haben, wenn er den 21-Jährigen krankenhausreif prügelt, damit dieser den tödlichen Stich zugibt. Das Doppelte hätte er, laut Anklage, bekommen, wenn er den Mann tötet oder an einen Ort bringt, wo der Bruder das erledigen kann.

Auftragskiller ging zur Polizei
Der angeheuerte „Killer“ ging aber zur Polizei, der Auftraggeber wurde verhaftet. Ihn erwartet am 2. Februar in Wels eine Anklage wegen Mordes als Bestimmungstäter vor einem Schwurgericht.

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Donnerstag, 04. März 2021
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