22.01.2021 20:26 |

Keine Ausflüge mehr

Belgien verbietet alle nicht notwendigen Reisen

Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus verbietet Belgien alle nicht zwingend notwendigen Reisen. Dies gilt bis Anfang März, wie Premierminister Alexander De Croo am Freitagabend nach Regierungsberatungen verkündete. Verboten werden beispielsweise Urlaubsreisen und Freizeitausflüge. Warenverkehr und Grenzpendler sollen nicht eingeschränkt werden, zudem soll es Ausnahmen geben.

Nach monatelanger Zwangspause gibt es für Friseure zumindest wieder eine Perspektive. Wegen der Gefahr durch die neuen Corona-Varianten hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag darauf verständigt, vermeidbare Reisen weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit dem Verbot sogar noch darüber hinaus. Damit soll vor allem verhindert werden, dass die Infektionszahlen nach den Karnevalsferien dramatisch steigen.

Warnung vor Corona-Mutation
„Wenn die Menschen reisen, reist das Virus mit ihnen“, sagte de Croo. Er warnte ausdrücklich vor den neuen Varianten des Coronavirus. Für Reisende aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika gelten ab Montag strengere Test- und Quarantäneregeln.

Dritte Welle muss verhindert werden
Nach jüngsten Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Sciensano wurden in Belgien mit 11,5 Millionen Einwohnern in den vergangenen zwei Wochen 247 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner registriert. In den vergangenen sieben Tagen waren es insgesamt knapp 2000 Fälle täglich. Die Situation sei besser als in weiten Teilen Europas, sagte De Croo. Dies seien die Früchte der gemeinsamen Anstrengungen. Eine dritte Welle müsse jedoch verhindert werden.

Falls die Fallzahlen es zulassen, sollen Friseure und andere Kontaktberufe frühestens am 13. Februar wieder öffnen dürfen - allerdings unter strikten Vorgaben, wie De Croo sagte.

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