19.01.2021 11:55 |

Startup im TV

Total „verkorkste“ Teppiche

Warum die Krumbacherin Clarissa Steurer (36) auf Korkleder setzt und was dies mit der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu tun hat.

Vor drei Jahren stieß Clarissa Steurer über einen Fernsehbericht auf veganes Leder. Die heute 36-jährige Krumbacherin suchte damals nach einer Geschäftsidee und war sofort fasziniert: „Ich war nicht nur von der Optik begeistert, sondern auch von den Eigenschaften, die Korkleder mitbringt: Es ist antiallergen, abwischbar, im Gegensatz zu echtem Leder warm und fühlt sich trotzdem wie Leder an. Noch dazu kann man es irrsinnig gut verarbeiten.“ In den folgenden Monaten beschäftigte sich die gelernte Textilerin intensiv mit der Produktentwicklung von Korkteppichen und Accessoires - vom Tischset bis zum Sitzkissen für Erwachsene und Kinder. Es galt Lieferanten zu finden und mit potenziellen Abnehmern zu verhandeln.

Im Oktober 2018 startete Clarissa Steurer mit „Clarissakork“ schließlich durch. „Es war allerdings schnell klar, dass wir von Fachhandel und Messebesuchen allein nicht überleben können. Also richteten wir zusätzlich den Online-Shop ein“, berichtet Steurer. Wenige Monate danach gab es zudem Probleme mit dem Produzenten: Aufgrund von Lieferverzögerungen und schlechter Qualität musste die Unternehmerin ihre Kunden vertrösten. Und so stand die zu dem Zeitpunkt Hochschwangere vor der Entscheidung: Hinschmeißen oder selbstmachen. „Ich hatte alles investiert: Zeit, Geld und Herzblut. Ich wollte nicht aufgeben. Ich wusste ja, dass das Produkt funktioniert, wenn es richtig gemacht wird.“

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Ich wollte nicht aufgeben. Ich wusste ja, dass das Produkt funktioniert, wenn es richtig gemacht wird

Clarissa Steurer

Schlussendlich fand sie jemanden, der die Maschinen so baute, wie sie es wollte. Als das zweite Kind kam, ging ihr Mann Edwin in Karenz. Heute ist der gelernte Landmaschinentechniker für die Produktion zuständig, während Clarissa für Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung und Design verantwortlich zeichnet.

Die Manufaktur beschäftigt vier Mitarbeiter und liefert mittlerweile europaweit, großteils nach Deutschland. Wie es mit „Clarissakork“ weitergeht, hängt auch von „2 Minuten 2 Millionen“ ab. Ob sie es schafft, die Investoren zu überzeugen? Die Antwort gibt es heute Abend, 20.15 Uhr auf Puls 4.

Christiane Mähr

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