12.01.2021 18:42 |

Silvester-Krawalle

Jetzt fix: Reumannplatz bekommt Videoüberwachung

Jetzt ist es fix: Am Reumannplatz in Wien-Favoriten wird eine permanente Videoüberwachung installiert. Dies ist eines der Ergebnisse jenes Sicherheitsgipfels, der nach den Krawallen in der Silvesternacht am Dienstag über die Bühne gegangen ist. Und auch zu den Tätern der Silversternacht gab es neue Details. Wie nach der Sitzung von Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) zu erfahren war, kam der Großteil der Randalierer nicht aus Favoriten, sondern aus anderen Wiener Bezirken.

Die Videokameras sollen nicht nur temporär das Bezirkszentrum ins Visier nehmen, sondern die Überwachungstechnik wird permanent montiert- und zwar auf Lichtmasten. Welches Areal genau betroffen sein wird, werde nun ausgearbeitet, sagte Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) im Anschluss an den Sicherheitsgipfel, an dem Vertreter der Polizei, der Stadt, des Bezirks sowie diverser Vereine und Organisationen teilnahmen.

Dem „Wunsch nach mehr Polizei-Planstellen wurde nicht zugestimmt“, beklagte der rote Bezirkschef zugleich. Er hat bereits wiederholt eine entsprechende Aufstockung urgiert- ebenso wie zuletzt Bürgermeister Michael Ludwig, der die Videoüberwachung am Dienstag als „denkbaren Weg“ bezeichnet hatte und auf die „guten Erfahrungen“ am Praterstern oder am Schwarzenbergplatz verwies.

Favoriten, so das Argument von Bezirksvorsteher Franz, habe 207.000 Einwohner - aber aktuell insgesamt nur 319 Polizeiplanstellen. Im Schnitt würden in Österreich 333 Polizisten auf 100.000 Einwohner kommen. Er fordert, den Bezirk „gerecht“ zu behandeln.

Jörg Konrad, der Sicherheitssprecher des Rathaus-Koalitionspartners NEOS hielt ebenfalls fest: „Wien hat viel zu wenig Polizistinnen und Polizisten.“ Zwar könne man über eine Videoüberwachung „unter Einhaltung aller gesetzlichen Standards“ reden, es sei aber auch die Erhöhung der Planstellen nötig.

Großteil der Randalierer kam aus anderen Bezirken
Nach Angaben des Favoritner Bezirksvorstehers gab es auch weitere Informationen zu den Tätern der Silvesternacht. Jene meist jungen Menschen, die zum Jahreswechsel randaliert haben, sollen nur zu einem Viertel aus Favoriten gekommen. Der Großteil stammt demnach aus anderen Bezirken.

Berichtet wurde im Rahmen der Sicherheitskonferenz auch, dass es offenbar keinen religiösen oder politischen Hintergrund für die Vorfälle gab. Dies würden die bisherigen Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien zeigen, teilte die Polizei nach der Sitzung mit. Die Straftaten seien von Personen mit „gesteigerter krimineller Energie“ verübt wurden. Insgesamt wurden 16 Personen, darunter die drei Rädelsführer, ausgeforscht. Fünf davon wurden festgenommen und in Untersuchungshaft genommen.

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