12.01.2021 12:38 |

Kasse zahlt Honorar

Ärzte bekommen für jede Corona-Impfung 25 Euro

Österreichs Mediziner erhalten pro Corona-Impfung ein Honorar von 25 Euro. Sind sie mobil im Impfeinsatz, wie etwa in Alten- und Pflegeheimen, so gibt es einen Stundensatz von 150 Euro, wie Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) am Dienstag bestätigte. Laut Prettner wurde diese Vereinbarung zwischen dem Bund und der Österreichischen Ärztekammer getroffen. Die Länder müssen dafür kein Geld in die Hand nehmen, abgerechnet wird über die Österreichische Gesundheitskasse.

Die Corona-Impfungen sollen über den elektronischen Impfpass erfasst werden. Hier hatte es zuletzt Diskussionen um die Finanzierung gegeben. Die Ärztekammer hatte erklärt, deshalb würden nur wenige Mediziner diese Möglichkeit nutzen. Dem widersprach der Dachverband der Sozialversicherungsträger. Deren Vorsitzender Peter Lehner erklärte, die Finanzierung sei geklärt. „Jeder Arzt bekommt die Softwarelösung von seinem Softwareanbieter um maximal 1300 Euro angeboten. Diese Lösung wird vom Bund mit 1300 Euro gefördert und über die Sozialversicherung abgerechnet“, so Lehner gegenüber der APA.

Tablets ermöglichen Eintragung in den E-Impfpass
Der Arzt habe zudem zwei Optionen für die Eintragung der Impfungen: Zum einen funktioniere der Zugang via E-Card-System. Jene Kassenärzte, die noch keine entsprechende Softwarelösung haben, können wie üblich über einen Webbrowser mit ihrer Vertragspartnernummer Zugang zum E-Impfpass bekommen. Die zweite Option ist vor allem für die Landessanitätsdirektionen relevant, die derzeit vordringlich die Covid-Impfungen durchführen. Hier wurden eigens Tablets zur Verfügung gestellt, die derzeit laufend ausgeliefert werden, um so für all jene, die kein E-Card-System haben, die Eintragung in den E-Impfpass zu ermöglichen, erläuterte Lehner.

Wien startet am Wochenende mit Groß-Impfaktion
Wien wird von 15. bis 18. Jänner eine erste Groß-Impfaktion organisieren. Rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich - also Ärzte und Ordinationspersonal im niedergelassenen Bereich, Pfleger, Sanitäter oder Hebammen - können dort ihre erste Dosis erhalten. Dazu werden in der Messe Wien 14 Impfstraßen aufgebaut, teilten Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Dienstag mit.

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