Trotz Impfkampagnen

WHO rechnet heuer nicht mit Herdenimmunität

Ausland
12.01.2021 06:53

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bremst die Euphorie, dass noch es noch im Jahr 2021 zu einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus kommen werde. Trotz des Starts der Corona-Impfkampagnen in zahlreichen Ländern werden es selbst einzelne Staaten nicht schaffen, damit einen weitgehenden Schutz gegen das Virus zu erreichen, so die Einschätzung.

„Wir werden 2021 nicht irgendwelche Stufen von Bevölkerungsimmunität oder Herdenimmunität erreichen“, sagte die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan am Montag in einem virtuellen Pressebriefing. Die Wissenschaftlerin lobte den „unglaublichen Fortschritt“, der mit der raschen Entwicklung gleich mehrerer sicherer und zuverlässiger Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus erreicht worden sei.

(Bild: APA/LPD/Oskar Höher)

Impfkampagnen benötigen Zeit
Doch brauche die Produktion und Auslieferung der Milliarden von weltweit gebrauchten Impfdosen Zeit. Deshalb müssten die Menschen weiterhin Geduld aufbringen. Als Herdenimmunität wird bezeichnet, wenn in einer Bevölkerung so viele Menschen gegen einen Erreger immunisiert sind, dass sich dieser nur noch wenig ausbreiten kann und somit auch die nicht-geimpften Menschen weitgehend vor ihm geschützt sind.

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