30.12.2020 18:13 |

Hatte Vorerkrankungen

Toter nach Corona-Impfung: „Natürliche Ursache“

Der Tod eines Schweizers, der wenige Tage nach dem Erhalt einer Corona-Impfung verstorben ist, hat international für Verunsicherung gesorgt. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic erklärte allerdings mittlerweile: Der 91-Jährige sei eines natürlichen Todes und nicht wegen der Verabreichung des Vakzins gestorben.

„Weder die Krankengeschichte noch der akute Krankheitsverlauf legen einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen der Covid-19-Impfung und dem Tod nahe“, informierte Swissmedic. „Die zur Verfügung stehenden, umfassenden Angaben weisen auf die vorbestehenden Erkrankungen als natürliche Todesursache hin. Dies wurde auch so auf dem Totenschein vermerkt.“

Bisher ist in der Schweiz einzig die Schutzimpfung von Pfizer und Biontech zugelassen. Die Luzerner Gesundheitsdirektion hatte den Fall Swissmedic gemeldet, das den verabreichten Impfstoff zugelassen hatte, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hieß. Bisher seien laut Swissmedic bei Impfungen gegen das neuartige Coronavirus keine unbekannten Nebenwirkungen aufgetreten. Es gebe zum jetzigen Zeitpunkt „keine Anhaltspunkte für eine Veränderung des Nutzen-Risiko-Profils des eingesetzten Impfstoffs“, wurde betont.

Anlässlich der Zulassung des Impfstoffes hatte Swissmedic angekündigt, dessen Sicherheit genau zu überwachen. Bisher dokumentiert waren laut damaligen Angaben am häufigsten Nebenwirkungen, die mit jenen einer Grippeimpfung vergleichbar waren.

Pflegeheimbewohner am 24. Dezember geimpft
Im Kanton Luzern lief in der Vorwoche die Impfaktion an. Als Erstes erhielten Bewohner von Pflegeinstitutionen das Vakzin. Der 91-Jährige war laut Medienberichten am 24. Dezember in einer Einrichtung für Demenzkranke geimpft worden. Am 26. Dezember soll er über Schmerzen geklagt haben, am 29. Dezember war er gestorben.

Mehrere schwere Vorerkrankungen
„Der Mann hatte ein hohes Alter und mehrere, schwere Vorerkrankungen“, erklärte Swissmedic-Sprecher Lukas Jaggi gegenüber der Schweizer Tageszeitung „Blick“. Außerdem soll der 91-Jährige in der Vergangenheit auch auf eine Grippeimpfung schlecht reagiert haben, daher habe man ihm in den letzten Jahren keine Spritze gegen Influenza verabreicht.

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