Spontaner Plan

Zaubertal-Mord: Ganze Familie sollte sterben

Oberösterreich
29.12.2020 06:00

Die 25-jährige Eny musste im oberösterreichischen Leonding offenbar sterben, weil sie die Avancen ihres Großcousins Gabriel (29) zurückgewiesen hatte. Wie berichtet, waren die beiden aus Honduras stammenden Verwandten zu Besuch im Haus von Enys Schwester. Gabriels perfider Plan: Er wollte die ganze Familie ausrotten - das soll er nach seiner Festnahme gestanden haben.

Der 29-Jährige, der schon im Sommer einige Tage zu Besuch bei der Verwandtschaft in Leonding gewesen war, hatte hier Weihnachten verbracht und wollte erst nach dem Jahreswechsel wieder die Heimreise antreten. Doch jetzt sitzt er in Haft. Denn nach einem Familienessen am Samstagabend dürfte Gabriel die Beherrschung verloren haben, weil Großcousine Eny A. (25) seine „Zuneigung“ nicht erwidern wollte.

Bei der Einvernahme gestand er, die hübsche Frau – die seit eineinhalb Jahren bei ihrer Schwester als Austausch-Studentin lebte – gewürgt und ihr zig Male ein Küchenmesser in den Oberkörper gerammt zu haben.

Die Leiche der 25-Jährigen wird zur Obduktion abtransportiert. (Bild: Markus Schütz)
Die Leiche der 25-Jährigen wird zur Obduktion abtransportiert.

Enys Schwester, deren Ehemann und Tochter Lilli (8) hatten von der tödlichen Attacke nichts mitbekommen und vom perfiden Plan des 29-Jährigen nichts geahnt. Dieser wollte „weitermachen“ - im Geständnis sagte er, dass er sich entschlossen habe, die anderen Familienmitglieder zu töten.

Angreifer mit Kabelbinder gefesselt
Gegen 9 Uhr lockte er Enys Schwester in den Keller, würgte sie und schlug ihren Kopf auf den Boden. Ihr Mann konnte den Angreifer wegstoßen und einen Angriff mit einem Küchenbeil abwehren. Gemeinsam mit seinem Vater (78), den Klein Lilli im Nachbarhaus alarmiert hatte, wurde der Angreifer mit einem Kabelbinder gefesselt. Mord und Mordversuch wird ihm angelastet.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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