27.12.2020 21:46 |

Gewalt in Nigeria

Boko Haram griff Kirchen, Häuser an: Mehrere Tote

Kämpfer der Dschihadistengruppe Boko Haram haben in Nigeria bei Angriffen auf Wohnhäuser und öffentliche Gebäude mindestens zehn Menschen getötet.

Die Attacken ereigneten sich am Samstag in drei Dörfern im nördlichen Bundesstaat Borno. Behörden und Zeugen zufolge wurden mehrere Kirchen und eine Polizeiwache in Brand gesteckt und mindestens zehn flüchtende Menschen erschossen.

In den vergangenen Tagen hatten die Angriffe von Boko Haram zugenommen. In einem am Samstag veröffentlichten Video beanspruchte die Gruppe eine Attacke am Heiligen Abend für sich. Dabei wurden nahe des Dorfs Schibok elf Menschen getötet und ein Priester entführt.

Erneut Hunderte Schulkinder entführt
Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Laut den Vereinten Nationen hat Boko Haram und eine als Iswap bekannte Splittergruppe seit 2009 rund 36.000 Menschen im Nordosten des Landes getötet. Etwa zwei Millionen Menschen flüchteten. Mitte des Monats entführte die Gruppe Hunderte Schulkinder und hielt sie tagelang gefangen.

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