12.12.2020 16:25 |

Test kommt gut an

Bisher mehr als 35.000 Getestete

Ab morgen kann man sich auch ohne Termin testen lassen.

Etwas ruhiger und routinierter ging es am Freitag bei den Teststationen zu, nachdem es am Donnerstag in einigen Gemeinden noch zu Wartezeiten gekommen war. Viele hatten sich gleich zum Start testen lassen wollen – wohl um zu verhindern, bei einem positiven Ergebnis Weihnachten in Quarantäne verbringen zu müssen. Teilweise seien die Menschen eine halbe Stunde vor ihrem Termin gekommen, berichtet Michael Hoffmann, Amtsleiter von Purbach. Die Folge war eine Warteschlange. Inzwischen hat man reagiert. Auch in Neusiedl am See musste man am ersten Tag warten. Mittlerweile laufe alles reibungslos ab, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Böhm.

Probleme bereitet hingegen noch die Technik. Manche Teilnehmer erhielten nur mit Verspätung ihr Ergebnis. Bei anderen scheiterte es am Handy. Denn um das Ergebnis per SMS herunterladen zu können, braucht es eine Internetverbindung. Auch bei jenen, die ihren Befund per E-Mail erhalten sollten, klappt es nicht immer. Hier liegt es an dem IT-System, das vom Bund betreut wird. An einer Behebung der Probleme wird gearbeitet, heißt es.

Weil die Massentests neben Schulen und Hallen auch in Feuerwehrhäusern untergebracht sind, kam es außerdem zu Anrufen beim Feuerwehrnotruf 122, um dort das Testergebnis zu erfragen. Das Land weist darauf hin, dass die Nummer ausschließlich für Notrufe verwendet werden darf.

Lob für die Bevölkerung gibt es indes von Bürgermeister Norbert Sulyok aus Kohfidisch. So gut wie alle, die sich angemeldet hätten, würden auch erscheinen. 70 bis 80 Prozent würden sich vorab anmelden, der Rest komme spontan vorbei. Dass bisher alle negativ sind, habe jedoch eine Kehrseite. Denn manche würden den Befund als eine Art „Freibrief“ sehen, erklärt Sulyok.

In vielen Orten zeichnet sich ab, dass der Ansturm am Wochenende abflauen wird. „Wir haben heute nur halb so viele Anmeldungen wie am ersten Tag. Die nächsten Tage gehen sie weiter zurück“, meint etwa Christian Stibi, Amtsleiter in Oberpullendorf. Gleichzeitig würden viele ohne Anmeldung kommen, so Stibi.

Das Land bestätigt, dass es von 13. bis 15. Dezember noch viele freie Kapazitäten gibt. Daher wird für diesen Zeitraum die Anmeldung komplett entfallen. Notwendig sind nur Lichtbildausweis und E-Card. „Damit wird der Zugang zu den Testungen erleichtert. Ich hoffe sehr, dass sich dadurch noch mehr Burgenländer beteiligen werden“, appelliert Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Bis Freitagabend gab es insgesamt 58.400 Anmeldungen. Bereits getestet wurden 35.347 Personen, 42 sind positiv.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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