Nach Pachterhöhung:

Linzer Pfadfinder müssen teuren Grundkauf stemmen

Projekte beherzt in Angriff zu nehmen, ist eine Stärke der Pfadfinder. Aber das Projekt, das die Pfadfindergruppe „Linz 2“ derzeit stemmen muss, hat eine besondere Größenordnung. „Wir müssen das 1000 Quadratmeter große Grundstück in der Ludlgasse kaufen, um den Fortbestand der Gruppe zu sichern“, so Ludwig Stadler. 250.000 Euro müssen mit Spenden aufgetrieben werden.

Seit 1987 hat die einzige Pfadfindergruppe im Zentrum von Linz das Grundstück gleich hinter der Tabakfabrik vom Land Oberösterreich gepachtet. Um 800 Euro im Jahr. Es ist Heimat und Herzstück für die Gruppenarbeit. Nach politischen Querelen um die Jugendlager am Mondsee und am Attersee verlangt das Land auch von den politisch unabhängigen Pfadfindern einen marktüblichen Preis: 10.000 Euro jährlich!

Investition in die Zukunft
Mitten in der Corona-Zeit und ausgerechnet zum 75-Jahre-Jubiläum eine Herausforderung – selbst für Pfadfinder. Nach Verhandlungen mit dem Land, die keine Alternative brachten, und längerem Abwägen hat sich die Pfadfindergruppe zum Kauf des Grundstückes entschieden. Um 200.000 Euro, dazu kommen noch 50.000 Euro für die Renovierung des Heimgebäudes. Ludwig Stadler vom Gruppenrat: „Eine Investition in eine sichere Zukunft, 10.000 Euro pro Jahr Pacht können wird uns nicht leisten, wir wären in spätestens fünf Jahren pleite. Alternative Grundstücke in so zentraler Lage gibt es nicht.“

Online-Spendenaktion
Um nicht durch Zwischenfinanzierungen die Finanzlast auf nächste Generationen abzuschieben, wurde eine Online-Spendenaktion ins Leben gerufen: 250 Euro entsprechen einem Quadratmeter Wiese, 1000 Euro dem Platz, den ein Lagerfeuer benötigt, 2500 Euro stehen für zehn Quadratmeter, auf dem ein Doppelkegelzelt Platz hat. Infos auf www.linz2.at.

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Freitag, 22. Jänner 2021
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