13.11.2020 09:37 |

Verlust von 300 Jobs

Größtes Pelzhaus der Welt wegen Nerztötung vor Aus

Die Massenkeulung von Millionen Nerzen in Dänemark hat nun fatale Konsequenzen für das weltgrößte Auktionshaus für Pelze. Kopenhagen Fur teilte mit, dass es den Betrieb schließen werde. 300 Jobs gehen dadurch verloren.

Die dänische Regierung hatte die Tötung aller Nerze angeordnet, weil sich eine Mutation des Coronavirus in den Farmen ausgebreitet hatte. Der veränderte Erreger war auch auf Hunderte Menschen übergesprungen und man befürchtet, dass er künftige Impfstoffe unwirksam machen könnte. 

Verkaufssaison 2021 wird normal abgewickelt
Die Keulung aller Nerze bedeutet einen harten Schlag für die wichtige Branche. Das Pelzhaus zieht nun die Konsequenzen - auch wenn dessen Schließung sich noch Jahre hinziehen wird. Kopenhagen Fur stehe vor einer normalen Verkaufssaison 2021 und rechne damit, im Laufe der kommenden Wochen rund fünf bis sechs Millionen Nerzfelle von dänischen Zuchtfarmen ohne Corona-Infektionen und außerhalb der Gefahrenzonen zu erhalten. Mit etwa sechs Millionen Fellen aus dem Vorjahr sowie weiteren Fellen aus dem Ausland plane man vier Auktionen.

Kontrollierte Schließung innerhalb von drei Jahren
Langfristig betrachtet bedeute der Verlust der dänischen Nerzproduktion jedoch, dass die Eigentümerbasis wegbreche. Deshalb habe sich das Management entschlossen, über die nächsten zwei bis drei Jahre eine kontrollierte Schließung durchzuführen.

Kopenhagen Fur ist im Besitz der dänischen Nerzzüchter. Die Firma ist das weltgrößte Auktionsunternehmen für Pelze und wurde anno 1930 von der dänischen Pelztierzuchtvereinigung gegründet.

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