11.11.2020 15:52 |

Versuchter Mord

Schweden: Verletzte nach Explosion in Arztpraxis

Nach einer Explosion in einer schwedischen Arztpraxis sind in Göteborg Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen worden. Bei der Detonation sind zwei Personen verletzt worden, eine davon schwer. Der Vorfall reiht sich in eine Liste vorsätzlich herbeigeführter Explosionen seit dem Sommer.

Zu der Detonation im dritten Stockwerk der Räumlichkeiten der Praxis seien Ermittlungen unter anderem wegen gemeingefährlicher Verwüstung und versuchten Mordes aufgenommen worden, teilte die Göteborger Polizei am Mittwoch mit. Eine ältere Frau soll schwere Verletzungen davongetragen haben, die nach ersten Informationen jedoch nicht lebensbedrohlich seien.

Verdacht auf Bombenangriff
Demnach hatten mehrere Personen am späten Vormittag einen lauten Knall aus dem Gebäude gehört. Was dort genau explodiert war, war zunächst unklar. Fensterscheiben gingen zu Bruch, im Inneren entstanden Sachschäden. Schwedischen Medienberichten zufolge wird nach einem mutmaßlichen Täter gefahndet, der nationale Bombenschutz sperrte das Gebiet vorsorglich ab und evakuierte eine Schule, die sich im selben Gebäude befindet.

Nach Angaben der Polizei wurde ein teilweise maskierter Mann beim Betreten der Klinik von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Dabei könnte es sich um einen amtsbekannten Mann handeln, der bereits zuvor mit Drohungen gegen eine Person im Gesundheitszentrum aufgefallen war.

Mysteriöse Explosionen
In Schweden kommt es seit dem vergangenen Sommer immer wieder zu vorsätzlich herbeigeführten Explosionen. Verletzte gibt es dabei eher selten. Erst kürzlich wurden in dem Zusammenhang vier Männer verhaftet, die eine Explosion in einem Wohnhaus herbeigeführt haben sollen.

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