06.11.2020 09:02 |

Tränengas eingesetzt

Slowenien: Ausschreitungen gegen Corona-Maßnahmen

Nach Barcelona, Madrid und London gab es nun auch in der slowenischen Hauptstadt Proteste gegen die von der Regierung verhängten Corona-Maßnahmen. Zwischen Demonstranten und Polizei in Ljubljana kam es zu Zusammenstößen, die Exekutive setzte Tränengas ein. Mindestens drei Personen wurden verletzt, zwei davon mussten ins Krankenhaus gebracht werden

Die Demonstration hatte am späten Nachmittag auf dem Republikplatz vor dem Parlament zunächst ruhig begonnen. Nach Angaben der Polizei hatten sich dort einige hundert Menschen versammelt. Nachdem es zu einem Gedränge gekommen war, räumte die Polizei den Platz, die Demonstranten zerstreuten sich in kleineren Gruppen in die umliegenden Straßen, wo es zu Zusammenstößen kam.

Berichten zufolge wurden Polizeibeamte mit Steinen und Flaschen beworfen, auch Rauchgranaten, Fackeln und Knallkörper kamen zum Einsatz. Die Polizei setzte Tränengas und einen Wasserwerfer gegen die Randalierer ein.

Krawalle organisiert?
Wer für die Gewalt verantwortlich ist, war zunächst unklar. Die Organisatoren der wöchentlichen Fahrraddemos haben sich bereits im Vorfeld von dem Protest distanziert und teilten mit, dass sie die angekündigte Gewalt nicht unterstützen. Die Tageszeitung „Delo“ gab an, unter den randalierenden Demonstranten seien auch Fußball-Hooligans zu erkennen gewesen.

Es gäbe Indizien dafür, dass sich bestimmte mit dem Ausland verbundene Gruppen organisiert hätten und gewalttätige Krawalle planen sollten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot auf den Protest vorbereitet.

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