01.11.2020 08:37 |

Wolff mit Humor

Toto: „Wir müssten das schon ordentlich vergeigen“

Branchenprimus Mercedes war auch im Qualifying für den Grand Prix der Emilia Romagna in Imola eine Klasse für sich! Valtteri Bottas geht nach seiner insgesamt 15. Poleposition vor WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ins Rennen. Damit deutet alles darauf hin, dass die „schwarzen Silberpfeile“ schon heute den siebenten Titel in Serie einfahren - für die „Krone“ in der Konstrukteurs-Meisterschaft würde bereits ein vierter Platz reichen. Klar, dass da auch Teamchef Toto Wolff meinte: „Wir müssten das schon ordentlich vergeigen!“.

435:226 – so steht’s in der Marken-WM zwischen Mercedes und Red Bull. Das Duo Max Verstappen, gestern Dritter, und Alex Albon (6.) müsste daher heute um 34 Punkte mehr hamstern, um die Titelentscheidung noch hinauszuzögern. Angesichts der Vorstellung der „Silberpfeile“ erscheint das aber unmöglich. „Wir sind sehr zufrieden, haben uns gut an dieses neue Zwei-Tages-Format angepasst und uns recht gut verkauft“, lächelte Teamchef Toto Wolff, wohlwissend, dass man auf dem besten Weg ist, heute in Imola den Konstrukteurs-Titel zu feiern. „Es wäre schön, wenn’s klappt.“

Im Kampf um den Rennsieg auf der spektakulären Strecke im Autodromo Enzo e Dino Ferrari hat nach dem Qualifying Valtteri Bottas die etwas besseren Karten, steht der Finne doch zum 15. Mal in seiner Karriere auf der Poleposition. „Das war ein hartes Zeittraining, ich wusste, dass ich mich in der letzten Runde steigern muss, um Lewis zu schlagen. Darauf habe ich hingearbeitet und zum Glück hat’s funktioniert, auch wenn mir in den letzten Kurven die Hände gezittert haben“, grinste Bottas.

Weltmeister gratulierte
Hamilton, mit 92 Siegen erfolgreichster Pilot der Geschichte, zollte seinem Teamkollegen Lob. „Valtteri hat einen tollen Job gemacht, aber in Wahrheit bin ich von mir enttäuscht. Aber gut, man kann nicht immer alles perfekt machen“, sagte der 35-Jährige aus Stevenage, der seinen Vertrag vorerst wohl nur um ein Jahr verlängern möchte.

Verstappen steht wieder einmal auf Platz drei. „Max hatte ein Problem mit der Elektronik, das hat ihn aus dem Rhythmus gebracht“, so Motorsportchef Helmut Marko, der betonte: „Mercedes hätten wir nicht geschlagen, aber wir wären sicher näher dran gewesen.“

Mit großer Freude und viel Humor analysierte Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost den sensationellen vierten Platz von Pierre Gasly. „Wahrscheinlich gießen wir ihn mit gutem Wasser, weil er jetzt so richtig aufblüht.“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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