31.10.2020 10:19 |

Bankskandal:

Heftiger Schlagabtausch nach ÖVP-Fauxpas

Heftige Reaktionen löste ein ÖVP-Abgeordneter bei den Ermittlungen um die Bankpleite aus. Im Landtag hatte er behauptet, jemanden zu kennen, der weiß, wohin die Millionen verschwunden sind. Wie berichtet, hat der Politiker diese Aussage in der Einvernahme durch die SOKO widerlegt. Das brachte ihm harsche Kritik ein.

Auslöser der Ermittlungen war die Landtagssitzung vom 13. August. In seiner Rede hatte ein ÖVP-Abgeordneter den Eindruck vermittelt, einen Geschädigten des Bankfiaskos zu kennen, der genau wisse, wohin das abgezweigte Geld der Bank geflossen sei. Dem war aber nicht so. Er habe nie mit einem gesprochen, der über den Verbleib der Millionen Bescheid wisse. Das gab der türkise Mandatar gegenüber den Ermittlern des Landeskriminalamtes zu Protokoll.

Das brachte dem Politiker Kritik ein. Konkret handelt es sich um Johannes Mezgolits, Bezirksobmann-Vize der ÖVP Eisenstadt, Bürgermeister von Donnerskirchen und ÖAAB-Landesgeschäftsführer. Nach dem „Krone“-Bericht forderte die SPÖ seinen Rücktritt und von der ÖVP eine Ehrenerklärung, sich im Landtag an die Spielregeln zu halten. „Der Abgeordnete hat mit Insiderwissen zum Kriminalfall Commerzialbank geprahlt, dabei teilte er kräftig gegen die SPÖ aus. Am Ende gesteht er bei der Polizei aber ein, alles frei erfunden zu haben. Das ist üble Schmutzkübelkampagne“, prangert SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich an. Mezgolits sieht keinen Anlass, Konsequenzen zu ziehen. Die „Skandalisierung“ seiner Landtagsrede spiegelt für ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas „die steigende Nervosität bei Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kurz vor dem U-Ausschuss“ wider. „Unsinn! Tatsache ist, Lügen schaden dem Ansehen der Politik“, setzt SPÖ-Geschäftsführer Roland Fürst nach.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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