28.10.2020 21:00 |

#brennpunkt-Talk

Die US-Wahl im Schatten der Corona-Pandemie

Am 3. November wählen die Vereinigten Staaten von Amerika einen neuen Präsidenten. Schon vor vier Jahren hatten die Demokraten in den Umfragen Vorteile, das Ergebnis ist jedoch anders ausgefallen. Joe Biden kommt als „guter Onkel“ rüber, während Donald Trump in der Corona-Krisenbewältigung gescheitert ist. Dennoch wird es ein „ganz knappes Rennen“, betont Politikberater Yussi Pick.

Trump oder Biden? Diese Frage wird in wenigen Tagen beantwortet. Im Vorfeld räumen Experten dem demokratischen Kandidaten Vorteile ein. Eine Woche vor der Wahl kann aber noch viel passieren - hinzu kommt die Tatsache, dass auch Hillary Clinton vor vier Jahren, trotz besserer Umfragen, das Nachsehen hatte.

Wie schon bei der Wien-Wahl rückt die Briefwahl in den Vereinigten Staaten in den Vordergrund. Rund 70 Millionen US-Bürger haben bereits ihre Stimme abgegeben. Bedeutend könnte die Rolle des „Swing States“ Florida werden, da die Auszählung der Briefwahlstimmen früh erfolgt und dadurch schon ziemlich nahe ans Endergebnis herankommt.

Traina: „Es ist unmöglich, das Ergebnis zu prognostizieren“
Trevor Traina will eine Woche vor der Wahl keine Prognose abgeben. „Jeder, der sagt, er weiß genau, was bei der Wahl passiert, sagt nicht die Wahrheit“, betont der US-Botschafter in Österreich. Vor allem wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den sogenannten Swing States.

Von Damm: „Tu mir schwer, blindlings Republikaner zu wählen“
Die ehemalige US-Botschafterin in Österreich, Helene von Damm, spricht über ihr persönliches Verhältnis zu Donald Trump. Vor einigen Jahren bezeichnet sie es noch als freundschaftlich, spätestens seit dem Wahlkampf 2016 habe sie erkannt, dass er zu einer anderen Person geworden sei. Deshalb tut sich die frühere Sekretärin von Ronald Reagan mittlerweile schwer, „blindlings für Republikaner“ zu stimmen.

Pick: „Umfragen von Biden einen Tick besser als bei Clinton“
Politikberater Yussi Pick hat eine ähnliche Ansicht wie Trevor Traina. Auch er spricht im Vorfeld von einem „ganz knappen Rennen“. Speziell in der letzten Woche kann noch einiges passieren. Auch wenn Joe Biden besser aus den aktuellen Umfragen hervorgeht, ist die Sache noch nicht vorzeitig entschieden.

Heinisch: „Biden kann kaum dämonisiert werden“
Politologe Reinhard Heinisch streut vor allem dem Herausforderer Rosen vor dem Wahltag: „Biden kommt als guter Onkel rüber, und diesen bösen Onkel ins Eck zu stellen, ist halt schwierig.“ Außerdem sei die Corona-Krise und deren Bewältigung zentrales Thema bei der diesjährigen Wahl. Die Pandemie und das Auftreten von Donald Trump hätten hier die Bevölkerung verunsichert.

Weiss: „Eine Wahl im Schatten von Corona“
Der österreichische Botschafter in Washington, Martin Weiss, ist #brennpunkt per Video zugeschaltet. Auch er betont, dass die Verunsicherung aufgrund der hohen Zahlen an Todesfällen während der Corona-Pandemie verursacht wurde. In nur acht Monaten beklagen die USA 220.000 Tote. „In 20 Jahren Vietnamkrieg sind 50.000 amerikanische Soldaten gestorben“, ergänzt Weiss, um die Dimension und das Ausmaß der Krise deutlich zu machen.

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