26.10.2020 15:44 |

Eurofighter über Wien

Armin Wolf: Twitter-Gefecht mit Heeresoberst

Ist es Luftraumüberwachung, wenn die Eurofighter des Bundesheeres am Nationalfeiertag über den Heldenplatz rauschen? Diese Frage löste am Abend vor dem Nationalfeiertag einen kleinen Twitter-Disput zwischen Bundesheer-Sprecher Oberst Michael Bauer und ORF-Moderator Armin Wolf aus. Zaungäste schalteten sich ein, am Ende hatte der Eurofighter-Überflug ganz schönen Wirbel in der Twitter-Blase ausgelöst - und auch danach gab es Reibereien zwischen ORF und Verteidigungsministerium.

Stein des Anstoßes war ein Tweet des Bundesheer-Sprechers Michael Bauer, der sich an jene Mitbürger richtete, die im Eurofighter-Überflug von Wien eine entbehrliche Showeinlage zum Nationalfeiertag sehen.

ORF-Moderator Wolf griff den Tweet wenig später auf und fragte Bauer, ob ein „PR-Flug“ über den Heldenplatz am Nationalfeiertag tatsächlich die in der Verfassung vorgeschriebene Luftraumüberwachung darstelle.

Der Heeressprecher konterte, man führe die Überflüge durch, weil der ORF darum gebeten habe. „Ihr Arbeitgeber überträgt ja den ganzen Vormittag live und da wollte er ein spannendes Programm von uns haben“, zwitscherte Bauer in Richtung des ORF-Moderators.

Schnell schalteten sich Zaungäste in die Debatte ein. Die einen warfen Wolf vor, „ins Bundesheer-Bashing“ einzustimmen. Die anderen warfen dem Heeresoberst vor, mit seinem Eingangs-Tweet gezündelt zu haben.

Am Ende räumte Bauer nach langer Diskussion mit interessierten Twitter-Nutzern ein, „überspitzt formuliert“ zu haben. Die Eurofighter flogen am Nationalfeiertag wie geplant über den Heldenplatz, das Wetter spielte allerdings nicht so recht mit.

ORF dementiert Nationalfeiertags-Zuseherzahlen des Ministeriums
Reibereien zwischen ORF und Heer gab es übrigens auch nach dem Eurofighter-Flug: Der ORF hat die vom Verteidigungsministerium am Montag genannten Zuseherzahlen für die Liveübertragung der Nationalfeiertags-Veranstaltung dementiert. Man habe die Zahlen noch gar nicht, diese würden erst am Dienstag vorliegen. Das Ministerium hatte in einer Aussendung einen Wert von 200.000 bis 250.000 Zusehern für die ORF-Übertragung angegeben und als Quelle „GfK Teletest“ genannt. Der ORF-Sprecher kann das nicht nachvollziehen.

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