27.09.2020 11:53 |

Weinbergschneckenzucht

Krumpendorfer Familie hat Farm mit 70.000 Tieren

Die einzige Schneckenfarm Kärntens steht in Krumpendorf, der Süden Österreichs ist nämlich ein Paradies für Weinbergschnecken. „Die Sonne, Luft und Erde sind gut. Schnecken müssen sich wohl fühlen“, sagt Christoph Salanda. In Frankreich sind Schneckengerichte beliebt, auch in Kärnten steigt die Nachfrage.

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Sigrid und Christoph Salanda betreiben die 1. Kärntner Schneckerei als Hobby. Sigrid ist eigentlich Augenärztin. „Unser Anliegen ist es, unser Essen selbst zu produzieren. Da wissen wir auch, was auf den Tisch kommt. Wir haben eigentlich mit Fisch begonnen und sind dann zufällig auf Weinbergschnecken gekommen“, erzählen die beiden.

Ihre Zuchtanlage in Krumpendorf besteht aus mehreren Gehegen. Dort tummeln sich mit Blick auf den Wörthersee rund 70.000 Schnecken. 40.000 Stück werden jedes Jahr an Restaurants geliefert. „Wir haben viele Abnehmer in Kärnten. Und die Nachfrage steigt“, sagt Christoph Salanda. Seine Weichtiere ernähren sich von Weinblättern, Salat, Karotten oder auch Sonnenblumen. Sie sind nachtaktiv. „Pro Stunde können sie mehr als vier Meter zurücklegen.“

Wenn sie nichts zu essen bekommen, ziehen sich Schnecken in ihr Haus zurück und ruhen. Von November bis April halten sie Winterschlaf.

Wer einmal Weinbergschnecken gegessen hat, bleibt angeblich dabei. In Restaurants in Frankreich stehen „Escargots“ oft auf der Speisekarte. In Krumpendorf werden die Tiere weiterverarbeitet, unter anderem zu Schnecken-Leberaufstrich. Auch ihre Eier werden verkauft. Ein Kilogramm Kaviar kostet stolze 1600 Euro. Geld hat Salanda mit seinen Schnecken noch nicht verdient: „Die Investitionen waren hoch. Es ist ein Langzeitprojekt.“

Christian Tragner
Christian Tragner
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