Bis bald, mein Freund

Suarez-Abschied: Messi geht auf Barca-Bosse los

Lionel Messi reicht‘s! Nach dem Wechsel seines Freundes Luis Suarez zu Atletico Madrid platzte dem Barcelona-Kapitän erneut der Kragen. Via Instagram attackiert der sechsfache Weltfußballer am Freitag die Barca-Bosse! „Du hättest es verdient gehabt, als das verabschiedet zu werden, was du bist: einer der wichtigsten Spieler in der Geschichte des Klubs. Aber die Wahrheit ist, dass mich an diesem Punkt gar nichts mehr überrascht", poltert Messi unmittelbar vor dem Saisonstart.

Fast eineinhalb Monate nach der 2:8-Demütigung durch Bayern München im Viertelfinale der Champions-League steigt der FC Barcelona am Sonntag (21 Uhr) gegen Villarreal wieder ins Geschehen der spanischen Primera Division ein. Mit neuem Trainer und verändertem Gesicht versuchen sich die Katalanen nach den Querelen um einen möglichen Abgang von Superstar Lionel Messi und der ersten titellosen Saison seit 2007/08 am Neustart. Messi tobe sich indes im Internet aus.

„Unwürdiger Abgang“
Barcas Galionsfigur, die schon das gesamte Jahr über und speziell während des sommerlichen Wechseltheaters um seine Person heftig gegen die Klubführung gewettert hatte, nützte den jüngsten Abgang seines Freundes Luis Suarez am Mittwoch zu Atletico Madrid, um neuerlich gegen die oberste Etage vom Leder zu ziehen. Suarez‘ Abgang sei unwürdig, schrieb der Argentinier am Freitag in sozialen Medien: „Du hast dir einen passenden Abgang verdient: Als einer der wichtigsten Spieler in der Geschichte des Clubs (...) Du hast es nicht verdient, dass sie dich so hinausschmeißen, wie sie es getan haben. Aber die Wahrheit ist, dass mich nichts mehr überrascht.“ Es ist bekannt, dass Messi keine gute Beziehung zu Präsident Josep Maria Bartomeu hat. Medienberichten zufolge sollen die beiden seit dem Streit um den Verbleib des Superstars bei Barca nicht mehr miteinander gesprochen haben.

Ist Koeman schuld?
Suarez‘ Aus in Barcelona ist eng mit Neo-Coach und Barca-Legende Ronald Koeman verbunden, der dem Stürmer kurz nach seiner Inthronisierung mitgeteilt hatte, nicht mehr mit ihm zu planen. Generell forderte Koeman von Beginn an sowohl strukturelle als auch sportliche Veränderungen ein und will dem Team nicht zuletzt mit seiner Autorität neues Feuer verleihen. Und so ist nicht nur der Topscorer der Vorsaison bei den Katalanen Geschichte. Mit Ivan Rakitic, Arturo Vidal, Nelson Semedo und Arthur Melo verließen weitere vier Stammspieler den Verein. Einziger Zugang ist der 30-jährige Miralem Pjanic von Juventus Turin.

Ob Suarez am Sonntag im Heimspiel bereits sein Debüt für Atletico gibt, bleibt abzuwarten. Messi beendete seinen Post jedenfalls mit den Worten: „Ich liebe dich sehr. Bis bald, mein Freund.“ Ein Duell mit Suarez ist für ihn noch schwer vorstellbar. „Es wird sehr schwierig sein, nicht mehr die Tage mit dir zu verbringen“, schreibt der Argentinier. Vor allem sei es komisch, ihn in einem anderen Trikot zu sehen, als Gegner. „Ich hatte schon eine Idee, aber heute ging ich in die Kabine und da fiel der Groschen. Wie schwierig es sein wird, den Alltag nicht weiterhin mit dir zu teilen, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb. Wir werden dich sehr vermissen.“

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