10.09.2020 22:04 |

War es Vandalenakt?

U4-Ausfall, weil Zug einen E-Roller überfuhr

Ein E-Roller hat am Donnerstagabend eine Störung der U-Bahn-Linie U4 in Wien verursacht: Laut Angaben der Wiener Linien überfuhr eine Garnitur der U4 zwischen den Stationen Pilgramgasse und Kettenbrückengasse in Fahrtrichtung Heiligenstadt eines der in der Stadt beliebten Elekro-Fahrzeuge und wurde dabei beschädigt. Die Fahrgäste mussten zunächst in dem Zug auszuharren, auch die Feuerwehr rückte aus.

Die Wiener Linien bestätigten am Donnerstagabend auf krone.at-Nachfrage, dass ein Elektro-Roller von der aus der Station Pilgramgasse ausfahrenden Garnitur der Linie U4 überfahren wurde. Der Fahrer habe den Zug nicht mehr rechtzeitig bremsen können und das E-Fahrzeug - E-Roller sind in der Bundeshauptstadt trotz oder gerade wegen ihrer Beliebtheit für viele zum Zankapfel geworden - überrollt.

Dabei dürften aktuellen Informationen zufolge auch die Gleise beschädigt worden sein, zumindest war eine sofortige Untersuchung des Schadensausmaßes erforderlich. Der Zug mit den Fahrgästen an Bord musste deshalb vorübergehend zwischen den Stationen Pilgramgasse und Kettenbrückengasse ausharren, bis die Menschen schließlich bei der Station Kettenbrückengasse im Haltestellenbereich aussteigen konnten. Auch die Berufsfeuerwehr Wien war im Einsatz.

Wie die Wiener Linien auf ihrer Homepage berichteten, konnte die U4 aufgrund der Betriebsstörung in Folge der Roller-Kollision nur zwischen Hütteldorf und Margaretengürtel bzw. Karlsplatz und Heiligenstadt fahren. Fahrgäste waren angehalten, ersatzweise die Linien 12A, 59A, 6, 18, U2, U3 und U6 zu benutzen. Seit circa 21.15 Uhr sei die Störung aber wieder behoben, wie der Sprecher der Wiener Linien, Daniel Amann, gegenüber krone.at bestätigte. Seither fährt die U4 wieder in beide Richtungen ohne Unterbrechung, allerdings vorerst noch mit unterschiedlichen Intervallen, hieß es.

Offen blieb vorerst, wie der Elektro-Roller auf den Gleise gelandet ist: An der Unfallstelle fährt die U4 bis zum Naschmarkt in einer Trassenführung mit offener Bauweise - ein Vandalenakt kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, jemand könnte den Scooter von oben absichtlich auf die Gleise geworfen haben, so zumindest der naheliegende Verdacht.

Harald Dragan
Harald Dragan
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