28.08.2020 11:08 |

Ermittlungen laufen

Wiener Gewalt-Demos: Verfahren gegen 30 Personen

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen im Zuge mehrerer Demonstrationen im Wiener Bezirk Favoriten - türkische Extremisten waren auf kurdische Kundgebungsteilnehmer und die Antifa losgegangen - hat die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen 30 Verdächtige eingeleitet. Noch nicht alle von ihnen seien bereits ausgeforscht worden, hieß es am Freitag.

Türkische Extremisten hatten die Teilnehmer der Demonstrationen attackiert, jedoch auch vor den anwesenden Polizisten nicht haltgemacht. Hunderte Beamte waren an den vier aufeinanderfolgenden Tagen im Einsatz gewesen, doch auch von linker Seite wurden die Polizisten bedroht. Im Zuge der Straßenschlachten wurden auch Steine, Böller und Flaschen geworfen.

Sieben Beamte und Diensthund verletzt, elf Festnahmen
Laut ORF wurden sieben Polizisten sowie ein Diensthund verletzt, elf Personen wurden festgenommen, 57 Anzeigen erstattet und 220 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Laut Staatsanwaltschaft laufen jetzt 30 Einzelverfahren, die allerdings derzeit nicht der einen oder anderen Seite zugeordnet werden könnten, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, einen Bericht des ORF-Radio Wien.

Dabei geht es vor allem um Körperverletzungen und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Durch die Feuerwerkskörper wurde auch ein Brand ausgelöst. Wegen des verbotenen Wolfsgrußes türkischer Rechtsextremer werde nicht ermittelt, weil dies laut Staatsanwaltschaft ins Verwaltungsstrafrecht fällt.

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