Fußgänger überrollt

Autolenker wollte Schaden am Pkw reparieren

„Ich dachte, ich bin über verlorenes Ladegut gefahren“ - so verantwortet sich ein Rieder (59), der in Aurolzmünster (Oberösterreich) einen 43-Jährigen aus der Nachbarschaft mit dem Auto tödlich überrollt haben soll. Ein Schichtarbeiter hatte am Donnerstag gegen 2.20 Uhr früh den Sterbenden gefunden, ein Hinweis führte zum mutmaßlichen Todeslenker.

„Der Verdächtige stand auf unserer Überprüfungsliste“, sagt der Ermittler aus Aurolzmünster, der den Tod von Christian B. (43) aus Ried im Innkreis klärte. Denn am Unfallort waren Teile eines VW Polo zurückgeblieben und im Bezirk sind 80 passende Pkw gemeldet - auch jener des 59-Jährigen, der in der Nachbarschaft des Opfers lebt. Er war dabei, den Schaden am Auto - die Nebelleuchte und die Unterfahrlippe - zu beheben, als die Polizei kam. Nach einem Zeugenaufruf war ein Hinweis auf den beim Haus des Arbeitslosen stehenden Pkw eingelangt.

Obduktion angeordnet
Der Autobesitzer gab sich überrascht, gab an, dass er nicht bemerkt habe, gegen 2.15 Uhr früh in der Ortschaft Weierfing auf der B 143 eine Person überrollt zu haben. „Die Leiche wird obduziert. Wir wollen wissen, ob der Getötete von selbst gestürzt und dann überrollt worden ist“, sagt Alois Ebner, Leiter der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis.

Ein Alkotest beim Todeslenker, der wegen fahrlässiger Tötung angezeigt wird, ergab rund 15 Stunden nach dem Unfall ein negatives Ergebnis. Warum das Opfer Christian B. zu dieser Zeit hier unterwegs war, ist noch unklar.

Markus Schütz und Christian Gantner, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 01. Dezember 2021
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