19.08.2020 16:22 |

Steigende Fallzahlen

Französische Großstädte verlangen Masken im Freien

Mit dem nahenden Ende der Sommerferien setzen immer mehr französische Großstädte auf eine Maskenpflicht im Freien: Nach Paris und Nizza kündigten am Mittwoch auch Lyon und Toulouse ähnliche Maßnahmen an. Bei Verstößen droht in der Regel eine Geldstrafe von 135 Euro. Toulouse ist dabei die erste französische Stadt, auf deren gesamtem Gebiet ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.

In der 500.000-Einwohner-Stadt im Südwesten Frankreichs tritt die neue Maskenpflicht im Freien Freitagfrüh in Kraft. Präfekt Etienne Guyot begründete dies mit den in Frankreich wieder schneller steigenden Infektionszahlen. In Lyon im Osten des Landes gilt die Maskenpflicht ab Samstag in besonders bevölkerten Straßen des Zentrums, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde.

In Paris müssen Bewohner und Touristen den Mund-Nasen-Schutz ebenfalls in belebten Straßen, Parks und auf Plätzen tragen - etwa rund um den Eiffelturm, den Louvre und den Triumphbogen. In Nizza gilt dies im Zentrum. Daneben gilt eine Maskenpflicht unter anderem in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Maskenpflicht in Unternehmen
Bereits am Dienstag hatte die französische Regierung für September zudem eine Maskenpflicht in Unternehmen angekündigt. Von dieser ausgenommen sind lediglich Einzelbüros. „Der Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer und die Kontinuität unserer wirtschaftlichen Tätigkeit stehen auf dem Spiel“, erklärte Arbeitsministerin Elisabeth Borne. Zuvor galt lediglich die Empfehlung, Masken am Arbeitsplatz zu tragen, wenn ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Mit mehr als 30.400 Todesopfern ist Frankreich eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 2200 Neuinfizierte gemeldet.

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