03.08.2020 15:13 |

Welle reißt nicht ab

200 Migranten aus Tunesien erreichten Lampedusa

Die Migrationswelle in Richtung Lampedusa reißt nicht ab. Am Montag trafen 200 tunesische Migranten an Bord von acht Booten auf der Insel ein. Die meisten Boote erreichten direkt die Küste, andere wurden von der italienischen Küstenwache zum Hafen begleitet, berichteten italienische Medien.

Zirka 900 Personen befinden sich noch im Hotspot der Insel. Migranten, die von nun an Lampedusa erreichen, müssen im Hafen warten, bis sie per Fähre nach Sizilien geführt werden, hieß es.

Quarantäneschiff eingerichtet
Inzwischen wurde ein Quarantäneschiff eingerichtet, das vor dem sizilianischen Hafen Porto Empedocle vor Anker liegt. An Bord des Schiffes sollen Migranten einer zweiwöchigen Quarantäne unterzogen werden. Zuletzt hatten hunderte Migranten Flüchtlingsunterkünfte verlassen, wo sie ihre Quarantäne verbringen hätten sollen, was Sorge unter Bewohnern Siziliens ausgelöst hatte.

Hilferuf von Boot mit 65 Personen
Die Hilfsorganisation Alarm Phone erhielt unterdessen einen Hilferuf von einem Boot mit 65 Personen an Bord. Das von Libyen abgefahrene Boot befinde sich in maltesischen Gewässern und benötige sofortige Hilfe, meldete die Hilfsorganisation.

Minister rief zu Maßnahmen gegen Abfahrten auf
Der italienische Außenminister Luigi Di Maio hatte vergangene Woche den tunesischen Botschafter in Rom, Moez Sinaoui, zu Gesprächen ins Außenministerium zitiert. Er rief Tunis auf, Maßnahmen gegen die Abfahrten zu ergreifen. Di Maio forderte vor allem mehr Kontrollen im Raum der tunesischen Stadt Sfax. Von hier aus stechen die meisten Migrantenboote in Richtung Süditalien in See.

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