03.08.2020 11:18 |

Altersschwach, krank

Pärchen rettet 20 Hunde vor dem sicheren Tod

Sie sind altersschwach, körperlich beeinträchtigt oder (schwer) krank: „Fitzgibbons“, „Meatball“, „Money“, „The Stig“, „Delilah“, „Quinn“, „Sammy“, „Pixie“, „Lacie“, „Vera“, „Mabel“, „Mya Marie“, „Major“, „Tejas“, „Frank“, „Pesto“, „Gizmo“, „Tina“, „Phil“ und „Mercury“. 20 Hunde, die bei Chris und Mariesa ein neues Heim gefunden haben. Ihre zunehmende Bekanntheit auf Instagram nutzt das Ehepaar, um Spenden zu sammeln und noch mehr Tiere vor dem sicheren Tod retten zu können. Hunde, die von ihren Besitzern nicht mehr gewollt werden oder deren Pflege ihnen nicht mehr möglich ist. Bei Chris und Mariesa dürfen sie alle einen behaglichen Lebensabend verbringen.

Wie oft trifft man auf Instagram auf Influencer, die ihre Popularität dazu nutzen, vor der Kamera in hautengen Leggins ihr revolutionäres „Booty-Program“ an den Mann - bzw. die Frau - zu bringen, gleichzeitig einen veganen Shake schlürfend, der einen Gewichtsverlust von fünf Kilogramm in 24 Stunden verspricht? Oder auf Beauty-Experten, die sündteure Kosmetika für hartnäckige Akne promoten, für die sie - ausnahmsweise und nur für Fans - zufällig auch einen Gutscheincode erhalten oder organisiert haben?

Das Internet, besonders Instagram, ist zum Tummelplatz für Selbstdarsteller geworden, von denen viele für Likes und Marketingkooperationen ihre Großmutter verkaufen würden. Dass Social Media aber auch Projekte zutage bringt, die dem Wohle der Menschheit - oder Tierwelt - dienen, oder die Welt zumindest zu einem etwas besseren Ort machen, zeigt „The Mr. Mo Project“.

Am Anfang waren es acht ...
„The Mr. Mo Project“ - das sind Chris and Mariesa. Die beiden haben vor sechs Jahren geheiratet und sich kurz danach einen Traum erfüllt: ein Haus voller Hunde. Acht Vierbeiner, alle allesamt körperlich beeinträchtigt, altersschwach, chronisch krank oder von ihren Besitzern verstoßen, fanden so bei den beiden ein liebevolles, neues Zuhause. „Gremlin“, „Meatball“, „Money“, „The Stig“, „Tejas“, „Quinn“, „Sammy“ und „DaVinci“ waren die ersten, die bei den beiden einziehen durften. Sie alle waren alt oder krank, aber mit etwas Pflege stand ihnen trotzdem noch ein lebenswertes Leben in Aussicht - das wollten Chris und Mariesa ihnen ermöglichen.

Aus acht Hunden wurden bald mehr. 2020 hatten Chris und Mariesa schon 20 Vierbeiner bei sich aufgenommen, das Haus für 55.000 Dollar umbauen lassen, um es für die „Kinderschar“ barrierefrei zu gestalten. „Fitzgibbons“ (10) wurde von einem Auto überfahren, leidet an Hüftdysplasie, „Mabel“ (16) hat einen Luftröhrenschnitt hinter sich, kein Unterkiefer mehr. „Delilah“ (10) wurde vom Vorbesitzer misshandelt, ihr musste ein Vorderbein amputiert werden. „Pesto“ ist blind und leidet an einer Nierenkrankheit, die tägliche Medikamente erfordert, „Meatball“ hat Angstzustände und ein schwaches Herz, „Stig“ und „Quinn“ haben Krebs.  Aber auch Hunde, die nicht bei ihnen leben, werden von Mariesas und Chris‘ Projekt unterstützt.

Die beiden lieben und kümmern sich um alle - auch, wenn das tägliche Leben mit 20 Hunden kein einfaches ist, wie sie zugeben: „Mit 20 Hunden ist es einfach verrückt, aber wir schaffen es dank unserer Alltagsroutine“, lacht Chris.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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