31.07.2020 10:59 |

Die Lage in Österreich

175 Fälle: Rekord bei Neuinfektionen seit Lockdown

Neuer Höchstwert bei der Zahl der Neuinfektionen im 24-Stunden-Vergleich seit dem Lockdown: Mit Stand 9.30 Uhr vermeldete das Innenministerium am Freitag 175 neue Covid-19-Fälle, die meisten davon in Wien. Mehr Neuinfektionen gab es laut Daten des Gesundheitsministeriums zuletzt am 11. April. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bezeichnete die jüngsten Steigerungen als „hoch“ und appellierte vor allem an die Jüngeren, wieder verstärkt auf Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz und die Hygienemaßnahmen zu achten.

Die meisten Neuinfektionen binnen 24 Stunden gab es mit 78 erneut in Wien, die zweitmeisten in Oberösterreich mit 45. Salzburg und Niederösterreich verzeichneten je 15 Neuerkrankungen, das Burgenland zehn. In der Steiermark wurden vier neue Fälle gemeldet, in Tirol und Vorarlberg jeweils drei und in Kärnten zwei.

100 Patienten im Spital, 16 davon auf der Intensivstation
Derzeit befinden sich 100 Personen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 16 der Erkrankten auf Intensivstationen. Bisher gab es in Österreich mehr als 21.100 positive Testergebnisse. Österreichweit starben 718 Personen an den Folgen des Coronavirus, rund 18.800 sind wieder genesen.

Anschober: Alterspyramide hat sich verschoben
Gesundheitsminister Anschober bezeichnete den täglichen Zuwachs am Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz als „hoch“. Er ortete in der jüngeren Zeit zwei Phänomene: Erstens seien 26 Prozent der Infektionen asymptomatische, die oft nur durch die Screening-Programme entdeckt würden, zudem habe sich die Alterspyramide der Erkrankten im Lauf der Krise und nach den unterschiedlichen Maßnahmen verschoben. Von den zunächst am stärksten von einer Infektion betroffenen Älteren stünden nun die Jungen im Fokus.

„Wir brauchen den Babyelefanten weiterhin“
Anschober appellierte aus diesem Grund vor allem an die Jüngeren in Österreich, wieder auf den Mindestabstand, den Mund-Nasen-Schutz und die Hygienemaßnahmen zu achten. Das Risikobewusstsein des Einzelnen müsse wieder steigen: „Wir müssen es wieder automatisieren.“ Und er betonte: „Wir brauchen den Babyelefanten weiterhin.“

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