20.07.2020 15:32 |

„Für Menschlichkeit“

Thunberg erhält Auszeichnung und eine Million Euro

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg erhält als erste den neuen „Preis für Menschlichkeit“ der portugiesischen Gulbenkian-Stiftung. Die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung werde der 17-Jährigen für ihren Kampf gegen die Erderwärmung und die Umweltzerstörung verliehen. Greta sei unter 136 Nominierungen aus 46 Ländern ausgewählt worden. Thunberg will die Gesamtsumme spenden: „Das bedeutet eine Menge für mich, und ich hoffe, dass es mir hilft, mehr Gutes in der Welt zu tun.“

Thunberg fühle sich „unglaublich geehrt“ und sei „sehr dankbar“, gewonnen zu haben. Das Preisgeld, „das mehr ist, als ich mir auch nur im Ansatz vorstellen kann“, würde sie „an unterschiedliche Organisationen und Projekte“ spenden, die an „vorderster Front“ für jene kämpfen würden, „die von der Klima- und Umweltkrise am stärksten betroffen“ seien. Außerdem würde sie über ihre Stiftung Organisationen und Projekte unterstützen, die sich für eine „nachhaltige Welt und den Naturschutz“ einsetzen.

Die ersten 100.000 Euro gehen demnach an die Kampagne SOS Amazonia, die unter der Ägide des brasilianischen Ablegers der Fridays-for-Future-Bewegung den Corona-Ausbruch im Amazonasgebiet bekämpfe. Dieselbe Summe gehe an die Stiftung Stop Ecocide, um diese bei ihrer Arbeit zu unterstützen, damit schwere Umweltzerstörung eines Tages als internationale Straftat angesehen werde.

Große Mehrheit für Thunberg
Der Leiter der Preisjury, Jorge Sampaio, betonte, es habe eine große Mehrheit für die Vergabe des Preises an die Gründerin der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ gegeben. Thunberg habe es geschafft, gerade jüngere Menschen für die Sache des Klimaschutzes zu mobilisieren. Ihr hartnäckiger Kampf und ihre oft unbequemen Mahnungen machten sie zu einer herausragenden Persönlichkeit der Gegenwart.

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