15.07.2020 14:59 |

Keine Hitzewellen

2020 ein „ungewöhnlich normaler“ Sommer

Zu heiß, zu kühl, zu nass, zu trocken: Einen Sommer, der auch wirklich jedem Anspruch genügt, den gibt es schlichtweg nicht. Und während sich die einen über die derzeit eher milden Temperaturen durchaus freuen, sehnt sich manch anderer wohl mehr nach Sonnenschein und heißen Tagen. Doch was sagen die Experten zur ersten Sommerhälfte? In puncto Temperaturen ist das Jahr 2020 in ihren Augen erneut ungewöhnlich - allerdings ungewöhnlich normal.

Blickt man auf die vergangenen Sommer zurück, kommt einem vor allem eines in den Sinn: Hitze und Schwitzen - ganz anders im heurigen Jahr. Von einer Hitzewelle war bislang nichts zu bemerken, landesweit wurden bis dato lediglich zwölf Tage verzeichnet, „an denen zumindest an einer Wetterstation 30 Grad oder mehr verzeichnet wurden“, so die Experten der Ubimet. Im Durchschnitt (herangezogen wurden dabei die Jahre 1981 bis 2010) waren es üblicherweise bis zu diesem Zeitpunkt bereits 19.

„Völlig durchschnittlich“
Manchem mag der Sommer daher bislang als zu kühl erscheinen, doch weit gefehlt: Was die Temperaturen betrifft, sprechen wir derzeit von einem „völlig durchschnittlichen Sommer“. „Österreichweit gesehen liegen diese heuer nämlich ziemlich exakt im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010“, bilanziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „Den meisten Menschen sind jedoch noch die Sommer der vergangenen Jahre in Erinnerung, die in Hinblick auf lang andauernde Hitzewellen alles andere als normal waren“, erinnert der Experte.

Sommer bislang blitz- und gewitterarm
Doch selbst dieser ungewöhnlich normale Sommer hat Außergewöhnliches zu bieten. So war die erste Sommerhälfte außergewöhnlich gewitterarm. Vom 1. Juni bis einschließlich 14. Juli wurden in ganz Österreich exakt 353.527 Blitzentladungen registriert. „Ein gesamter durchschnittlicher Sommer weist hierzulande knapp 1,2 Millionen Blitze auf“, so Spatzierer. „Würde nun also auch die zweite Sommerhälfte ähnlich blitzarm wie die erste ausfallen, blieben wir mit rund 700.000 Blitzen deutlich hinter diesem Mittelwert zurück.“

Grund für die geringe Blitzanzahl in der heurigen ersten Sommerhälfte ist laut den Wetterexperten das Ausbleiben großflächiger Schwergewitterlagen.

Sommertag winkt am Freitag im Osten
Wie bereits berichtet, präsentieren sich die kommenden Tage in puncto Wetter weiterhin durchwachsen. Von Hitzewelle keine Spur - ganz im Gegenteil. Hälfte zwei des Sommers 2020 startet sogar mit leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen. Am ehesten geht sich am Freitag noch im Osten ein Sommertag von 25 Grad aus, im übrigen Land muss man eher mit Höchstwerten von maximal 23 Grad rechnen. Ein Sommertag winkt dann wohl am Sonntag im Westen und Süden des Landes.

Österreich
Wetterdaten:

Ein vorsichtiger Ausblick auf die kommende Woche dürfte Freunde höherer Temperaturen wohl freuen. So kündigt sich immerhin der eine oder andere Tag mit 30 Grad und mehr an.

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