14.07.2020 17:44 |

Keine Sicherheit?

Corona: Zweifel an Schutz durch Gesichtsvisiere

Warnungen aus der Schweiz nähren jetzt Zweifel an der Schutzwirkung von Gesichtsvisieren vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Bei der zuletzt gestiegenen Zahl an Infektionen in einem Kanton sei auffällig, dass sich auch Personen, die Visiere trugen, angesteckt hätten. Eine Analyse der Fälle und der Übertragungswege habe gezeigt, dass die vor allem in der Gastronomie verbreiteten Visiere ungenügend Schutz vor einer Infektion und somit ein falsches Gefühl der Sicherheit böten.

Das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden riet von der alleinigen Verwendung von Plastikvisieren ab und empfahl Betrieben, die bisher Visiere nutzen, eine Überarbeitung ihrer Schutzkonzepte. Sollte ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden können, sei ein Mundschutz anzuraten, so Kantonsärztin Marina Jamnicki.

Visiere umstritten
In Deutschland sind Visiere in mehreren Bundesländern erlaubt, teils unter Bedingungen, etwa in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen - auch auf Druck von Unternehmen, die sich davon eine Erleichterung für ihre Mitarbeiter erhofften.

Kein Schutz vor Aerosolen
Das deutsche Robert-Koch-Institut empfiehlt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, da mit ihr infektiöse Tröpfchen abgefangen werden könnten. Visiere seien keine gleichwertige Alternative. Auch würden diese nicht vor erregerhaltigen Aerosolen schützen, die durch den Spalt zwischen Gesicht und Visier ungehindert in die Raumluft gelangen können, heißt es.

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