07.07.2020 19:17 |

24,6% in Haushalten

Viele Corona-Cluster liegen im familiären Umfeld

Lokal bzw. im familiären Umfeld - in dieser Umgebung findet in Österreich nach wie vor am häufigsten eine Übertragung von SARS-CoV-2 statt. Durch Tests und das Feststellen der Kontakte Betroffener ließen sich bisher rund 43 Prozent der Infektionen in Österreich spezifischen Situationen - sogenannten Cluster-Settings - zuordnen.

Im Grunde ist das Bild über die Verbreitungsmodalitäten der Covid-19-Erreger in den vergangenen Wochen in Österreich weitgehend stabil geblieben. „Mit 6. Juli konnten 7947 von insgesamt 18.301 Covid-19-Fällen einem von 749 ermittelten Clustern zugeordnet werden“, teilte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Dienstag mit. Die Mehrzahl der Infektionen geht auf bestimmte Settings zurück wie Freizeitaktivität, Familie, Arbeitsplatz oder Altenheim. Auch mehrere derartige Settings können sich überschneiden.

Von 15. bis zum 30. Juni seien vorübergehend Cluster in Salzburg („RotaryClub“-Meeting mit 23 Fällen), in Oberösterreich (zwei Cluster, die mit dem Besuch von Veranstaltungen der Freien Christengemeinde in Wels und der Gemeinde Gottes Pfingstkirche in Linz zusammenhängen, in Summe 188 Fälle), in Niederösterreich (Krankenhaus Neunkirchen, 25 Fälle) und verstärkt reiseassoziierte Cluster mit Reiserückkehr aus den Westbalkanländern in die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Burgenland, Tirol und Steiermark (insgesamt 28 Fälle) aufgetreten.

24,6 Prozent innerhalb von Haushalten infiziert
24,6 Prozent der ausgewerteten Fälle waren Infektionen in Haushalten zuzurechnen. Dies erleichtert die Bekämpfung der SARS-CoV-2-Problematik, weil Haushalte gut zu identifizieren sind und die Betroffenen bzw. ihre Kontaktpersonen leicht mit Heimquarantäne abgeschirmt werden können.

Je 17,8 Prozent der Fälle entfielen auf Alters- und Pflegeheime bzw. ähnliche Einrichtungen sowie auf Freizeitaktivitäten und Haushalt. Haushalt und Arbeitsplatz wurden bei 13,6 Prozent als Hintergrund erhoben. Freizeitaktivitäten waren nur für 9,4 Prozent der Cluster-Fälle-Infektionen feststellbar. Dann folgten mit 6,2 Prozent die Krankenhäuser. Der Rest entfällt auf verschiedene Situationen (z.B.: Schule und Kindergarten mit nur 0,8 Prozent). Zwischen den verschiedenen Bereichen gibt es natürlich Überschneidungen.

Cluster von SARS-CoV-2-Infektionen werden zum überwiegendsten Teil als lokale Häufung von Ansteckungen registriert. Ein geringer Teil, den es naturgemäß durch die Grenzsperren bis vor einigen Wochen nicht gegeben hat, ist in Österreich derzeit mit Reisen assoziiert.

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