03.07.2020 11:07 |

Ansturm befürchtet

Englische Pubs öffnen am Samstag wieder

Am kommenden Samstag endet für viele Briten eine monatelange Leidenszeit. Denn durch die Corona-Krise wurde vor allem eines vermisst: ein Pub. Nun ist es den Engländern endlich wieder möglich den Feierabend in einem der vielen „urig-gemütlichen“ Pubs zu verbringen. Die britische Polizei sowie auch viele Gesundheitsexperten stehen der Wiedereröffnung jedoch kritisch gegenüber. Sie befürchten einen regen Ansturm und eine starke Ausbreitung des Coronavirus aufgrund der Öffnungen.

Nach mehr als drei Monaten steht der lang ersehnten Wiedereröffnung der Pubs in England ab dem kommenden Samstag nichts mehr im Weg. Ein Grund zum Jubel für viele Briten, die ihren Feierabend wieder in einem der Gasthäuser verbringen können. Die englische Polizei warnt jedoch vor Gewalt und Zuständen in Notaufnahmen wie in einem „Zirkus voller betrunkener Clowns“. Um die Situation besser im Griff zu haben, erhöht Scotland Yard die Einsatzkräfte für das Wochenende stark. 

Öffnung an Wochentag wäre besser gewesen
Ian Booth, Chef des Polizeiverbandes West Yorkshire, hätte eine Eröffnung an einem Wochentag anstatt am Wochenende für sinnvoller erachtet. „Wir haben dann mehr Gewalt, Störungen auf Straßen, sexuelle Übergriffe, Vermisste und Verletzte, die möglicherweise medizinische Hilfe benötigen.“, so der Polizeichef.

Verlust von vielen Arbeitsplätzen befürchtet
Der Bier- und Pubverband hingegen ist glücklich, dass wieder etwas aus den Zapfhähnen strömt. Der Verband befürchtete bereits den Verlust von Hunderttausender Arbeitsplätze. Denn schon vor der Corona-Krise ging es ihnen nicht gut - seit Jahren beklagte man sich über das „Pub-Sterben“. Grund dafür seien die hohen Steuern auf das Bier. Am kommenden Wochenende werde jedoch mit Einnahmen in der Höhe von bis zu 210 Millionen Pfund (231 Millionen Euro) gerechnet.

Fabian Gernjak
Fabian Gernjak
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