25.06.2020 13:57 |

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Merkel musste für Selfie mit Greta Schlange stehen

Um ein Selfie mit der momentan wohl berühmtesten Klimaaktivistin zu ergattern, war sich sogar die mächtigste Frau der Welt nicht zu schade, Schlange zu stehen: Bei der UN-Klimakonferenz in New York im vergangenen Jahr wollten sich viele Persönlichkeiten mit der jungen Schwedin fotografieren lassen, plauderte Greta Thunberg in einer Radiosendung aus. Dabei habe die deutsche Kanzlerin Angela Merkel brav - wie alle anderen -  in der Schlange gewartet, bis sie an der Reihe war.

Die 17-jährige Aktivistin zieht gewöhnlich viel Aufmerksamkeit auf sich - nicht zuletzt, weil sie hinter ihren Werten steht und beispielsweise den Atlantik lieber emissionsfrei mit einer Jacht als mit einem klimaschädlichen Flugzeug überquerte, um an einem Klimagipfel teilzunehmen.

Bekanntlich warfen ihr Kritiker nach dieser Reise vor, dass diese nur eine PR-Aktion gewesen sei: Die Fahrt mit dem Segelboot sei sogar schädlicher fürs Klima gewesen, als wenn Thunberg geflogen wäre. Schließlich musste eine Crew von fünf Seglern anschließend mit dem Flugzeug von Europa in die USA reisen, um das Boot wieder über den Atlantik zu schippern.

Thunberg: „Sie wollten Foto mit mir für ihr Instagram-Konto“
Bei so viel Prinzipientreue ist es dennoch nicht verwunderlich, dass die Schwedin sogar die mächtigste Frau der Welt warten lässt, wenn andere sich schon vor ihr für ein Foto mit ihr angestellt hatten. Den Andrang um ein Selfie mit Greta Thunberg erklärt sich die junge Aktivistin so: „Sie sahen mich und erkannten plötzlich die Chance, dass sie ein Foto mit mir für ihr Instagram-Konto machen könnten“, erzählte sie in der bekannten schwedischen Radiosendung „Sommar“.

Dafür wartete auch Merkel, die als die mächtigste Frau der Welt gehandelt wird, auch gerne geduldig, bis sie an der Reihe war. Schließlich wollten sich auch Präsidenten, Premierminister, Könige und Prinzessinnen mit der Klimaaktivistin auf dem Climate Action Summit 2019 ablichten lassen. 

Dass sich so viele Persönlichkeiten um ein Foto mit ihr bemühten, kommentierte die 17-Jährige sehr keck: Sie hätten wohl einen Moment vergessen sich dafür zu schämen, dass ihre Generation die nachfolgenden im Stich gelassen hätten.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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