20.06.2020 10:16 |

EU fordert Fairness

Viele Festnahmen vor Wahlen in Weißrussland

Gut sieben Wochen vor der Präsidentenwahl in Weißrussland hat es bei Kundgebungen erneut viele Festnahmen gegeben. Alleine am Samstag sollen in der Hauptstadt Minsk mindestens 80 Personen verhaftet worden sein. Einige seien nach den Protesten vom Freitag wieder auf freiem Fuß. Auch in anderen Städten des Landes habe die Polizei insgesamt mehr als 20 Menschen festgenommen.

Das Menschenrechtszentrum Wjasna berichtete auch von Menschenketten entlang der Straßen, um damit für die Freilassung von Festgenommenen zu demonstrieren. Der autoritäre Staatschef Alexander Lukaschenko hatte zuvor gesagt, die Republik Weißrussland, die zwischen dem EU-Mitglied Polen und Russland liegt, habe eine Revolution vor der Wahl abgewendet.

Kritiker bezeichnen Lukaschenko als Diktator
Am Freitag hatte zuvor die Sammlung von Unterstützungserklärungen für die Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl am 9. August geendet. Lukaschenko geht seit Wochen ungeachtet der Kritik der EU gegen Andersdenkende vor. Kritiker bezeichnen ihn als letzten Diktator Europas. In den sozialen Netzwerken tauchte unterdessen ein Video auf, auf dem zu sehen ist, wie Demonstranten gewaltsam gegen die weißrussische Polizei vorgehen.

Erst am Donnerstag ließ Lukaschenko seinen finanzkräftigen Gegner Viktor Babariko festnehmen. Der Ex-Bankier kam wegen illegaler Geschäftspraktiken, darunter Korruption, in Untersuchungshaft. Der 56-Jährige wollte bei der Wahl kandidieren. Die EU hatte Lukaschenko aufgefordert, einen fairen und freien Wahlkampf zuzulassen.

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