Protest eingereicht

LASK-Präsident droht, jetzt winkt totales Chaos

Der LASK gab die Unterlagen beim Protestkomitee fristgerecht ab. Nun ist die Bundesliga am Zug, über den Punkteabzug zu entscheiden. So verschärft sich aber der Zeitdruck in Richtung Europacup-Starter.

„Wir werden so lange dagegen vorgehen müssen, wie wir glauben, dass wir uns ungerecht behandelt fühlen“, sagte LASK-Präsident Siegmund Gruber vor dem 4:0 gegen Sturm Graz in einem „Sky“-Interview. Wenig später gaben die Linzer am Mittwochabend beim Protestkomitee der Bundesliga fristgerecht die Unterlagen den Punkteabzug betreffend ab. Es droht ein langwieriges Verfahren, das Liga und ÖFB ins Chaos stürzen könnte.

Hoffnung auf „schnellstmögliche Gewissheit“
Denn am 3. August müssen die Europacup-Starter bei der UEFA genannt werden. „Ich hege die Hoffnung, dass wir schnellstmöglich Gewissheit bekommen“, sagt Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer. Der ÖFB kommentiert keine laufenden Verfahren, Generalsekretär Thomas Hollerer sagt aber: „Wir warten ab, wie das Protestkomitee nun entscheidet.“

Sogar Gefängnisstrafe droht
Nächste Woche kommt es zur Verhandlung, spätestens Ende nächster Woche sollte es eine Entscheidung geben. Dann ist der Instanzenweg innerhalb der Liga abgeschlossen, dem LASK würde aber der Gang vor das Ständig Neutrale Schiedsgericht und später sogar vor den Internationalen Gerichtshof CAS bleiben. Das würde sich bis zum 3. August aber nicht ausgehen. „Wir sind gesetzlich sogar verpflichtet, haben eine Sorgfaltspflicht gegenüber dem Verein“, so Gruber. Auch wenn es vielen sauer aufstößt, muss man den Instanzenweg gehen. Denn sollte ein Geschäftsführer wissentlich zum Nachteil seines Unternehmens handeln, droht im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe.

Für den Klub geht es um viel. Es fehlen sieben Punkte auf den Zweiten Rapid. Dieser Platz würde zur Champions-League-Quali berechtigen. Bekommt man die sechs abgezogenen Punkte zurück, wäre man dran.

(Noch) keine Anzeige
Dem LASK droht zudem eine Funktionssperre für Klub-Vize Jürgen Werner und Trainer Valérien Ismaël. Beide hatten zugegeben, von den unerlaubten Trainings gewusst zu haben. Noch hat die Liga keine Anzeige eingeleitet. Die Betonung liegt auf ,noch’.

Markus Neßl, Kronen Zeitung

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