06.05.2020 11:08 |

47 Übertretungen

Rowdy mit Handicap liefert Polizei Verfolgungsjagd

Gewaltig Ärger eingehandelt, aber auch verursacht - und dabei auch noch Menschenleben gefährdet - hat sich ein 33 Jahre alter Autofahrer am Dienstagnachmittag in Wien. Der Lenker hätte eigentlich wegen eines kleineren Vergehens von der Polizei gestoppt werden sollen, fällte dann allerdings eine Entscheidung, die gefährlicher nicht hätte sein können. Er trat aufs Gas und raste davon - und aus einem Vergehen wurden rasch knapp 50 …

Der Lenker hatte die Anhaltebefehle der Beamten einfach ignoriert, als diese ihn am Nachmittag gegen 14.45 Uhr im Bezirk Ottakring stoppen wollten. Der Verdächtige sei „ohne jegliche Rücksicht auf die Allgemeinheit“ in der Folge davongerast, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Verkehrsgebote missachtete der Flüchtende bei seiner Höllenfahrt völlig, auch verursachte er mehrere Verkehrsunfälle und brachte auch mehrere Fußgänger in Lebensgefahr. So hätten Passanten „zur Seite springen müssen“, um nicht von dem Wagen erfasst zu werden, so Eidenberger. Auch habe der Lenker versucht, einen Polizeiwagen zu rammen, wird berichtet.

Gänzlich kopf- und planlos war der Verdächtige aber offenbar nicht vor der Polizei geflüchtet. In der Haymerlegasse habe der Gesuchte das beschädigte Auto einparkt, sich dann sogar noch umgezogen und auch noch die Kennzeichen vom Fahrzeug gerissen und unter den Pkw geworfen.

Rowdy mit Handicap
In weiterer Folge versuchte der Verdächtige in neuem Gewand zu Fuß zu flüchten - doch der mutmaßliche Verkehrsrowdy hatte ein gewaltiges Handicap. So stellte sich bei dessen Verfolgung auch noch heraus, dass ein Bein des Flüchtenden eingegipst war. Den Beamten gelang es rasch den 33-Jährigen zu stoppen und festzunehmen.

Während der gesamten Amtshandlung habe sich der Mann „aggressiv gegenüber den Polizisten“ verhalten und immer wieder heftig Widerstand geleistet, so Eidenberger. Einen Alkohol- und Drogentest habe der Verdächtige verweigert, noch an Ort und Stelle wurde dem mutmaßlichen Täter Führerschein, Zulassungspapiere und Kennzeichen abgenommen.

„47 teils schweren Verwaltungsübertretungen“
„Der Mann muss sich wegen 47 teils schweren Verwaltungsübertretungen sowie wegen der gerichtlich strafbaren Handlungen (darunter fallen etwa der mehrfache Widerstand gegen die Staatsgewalt, mehrfache versuchte schwere Körperverletzung, vorsätzliche Gemeingefährdung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit sowie Suchtmittel-Delikte) verantworten“, so der Sprecher.

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