27.04.2020 16:47

Logen-Aus für Lugner

„Dann schaue ich den Opernball auf der Couch an!“

Der nächste Opernball wäre für Richard Lugner eine runde Premiere gewesen: Seit 30 Jahren begrüßt der Baulöwe internationale Stargäste in seiner Loge. Dass er im nächsten Jahr - wenn es denn nach dem neuen Opernballdirektor Bogdan Roscic geht - keine Loge mehr bekommen soll, versteht er nicht: „Ich bin der, der internationale Gäste und ein internationales Echo bringt!“ Und der Opernball „braucht Medienrummel, sonst ist er nicht interessant“, so Lugner.

Für nächstes Jahr habe Lugner schon einen Stargast im Auge gehabt, der „alles bisher Dagewesene geschlagen“ hätte. Doch gerade der große Medienrummel dürfte ihm zum Verhängnis in der Logen-Vergabe geworden sein: „Den Operndirektor oder sonst jemanden stört vielleicht, dass ich eine starke Medienberichterstattung habe und der Veranstalter weniger vorkommt“, glaubt Lugner. 

Mit 88 Jahren noch „frisch und munter“
Lugner fühle sich trotz seiner 88 Jahre noch „frisch und munter“ und würde gerne auch weiterhin mit einem internationalen Gast den Opernball besuchen. Sollte er allerdings für 2021 keine Opernball-Loge bekommen, werde „der Lugner nicht mehr im Fernsehen vorkommen“ und er sich „das Ganze von zu Hause von der Couch aus ansehen“. 

Die Ausgangsbeschränkungen sieht der Baulöwe entspannt: „Ich leide nicht darunter, dass ich nicht weiß, was ich tun soll.“ Seine Freundin mit dem liebevollen Kosenamen „Zebra“ habe er allerdings seit Ende März nicht mehr gesehen. Trotz Wiedersehensfreude werde er sich dennoch „sehr zurückhalten“. „Wenn sie zu mir kommt, dann werden wir uns in den Garten setzen und die Schutzmasken tragen“, so Lugner. 

Katia Wagner

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