20.04.2020 13:18 |

Minus 72,5 Prozent

Corona: Wiens Tourismus ist im März eingebrochen

Die Coronavirus-Maßnahmen ab Mitte März haben dafür gesorgt, dass die Nächtigungszahlen in Wien im Vormonat um 72,5 Prozent zurückgegangen sind. Auch dem ersten Quartal 2020 bescherte der März-Einbruch ein kräftiges Minus: „Wir rechnen erst für 2021 mit einer spürbaren Erholung.“

Die Zeit der Besucherrekorde ist vorbei: In den Wiener Beherbergungsbetrieben wurden im März nur noch 353.000 Übernachtungen registriert. Rückgänge gab es aus allen Herkunftsmärkten, wobei aus sehr früh betroffenen Ländern wie Italien oder China diese rund 90 Prozent betrugen. Die Bettenauslastung sank von 55,5 auf 17,2 Prozent. Das teilte der Wien-Tourismus am Montag mit.

In der Periode Jänner bis März wurden 2,506.000 Übernachtungen gezählt. Das sind um 23 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019.

„Rechnen 2021 mit spürbarer Erholung“
Die zukünftige Entwicklung werde stark von den Grenzöffnungen abhängen, sagte Tourismusdirektor Norbert Kettner, der schon im März vom „freien Fall“ des Tourismus sprach. 2019 seien 83 Prozent der Gäste aus dem Ausland gekommen: „Gäste aus dem Inland allein werden die Hotelbetten in Wien nicht füllen können. 2020 wird ein hartes Jahr für den Städtetourismus und seine Ganzjahresbetriebe. Wir rechnen erst für 2021 mit einer spürbaren Erholung.“

Massive Einbrüche am „Geisterflughafen“ Wien
Wichtig sei es auch, gute Fluganbindungen für die Zukunft sicherzustellen, da viele Besucher - unter ihnen etwa drei Viertel der Kongressteilnehmer - auf dem Luftweg anreisen würden, betonte er: „Ein enges Netz an Direktflügen ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort.“ Am „Geisterflughafen“ Wien waren die Passagierzahlen zuletzt um 98 Prozent zurückgegangen.

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