Coronavirus in OÖ:

„Die Selbstkontrolle darf im Dienst nie auslassen“

Oberösterreich
17.04.2020 16:00

Märkte und Geschäfte sind wieder offen. Aber: „Für uns ändert sich nichts!“, betont Rudolf Heindl. Er ist Pfleger im Pflegeheim Sonnenhof am Linzer Freinberg. Hier gilt nach wie vor höchste Sicherheitsstufe, die Bewohner bleiben isoliert. Privat hat Heindl nur mit der engsten Familie Kontakt. Das Mühsamste seiner Meinung nach am Arbeitsplatz: „Die Maske!“

„Wir tragen Masken, Handschuhe, desinfizieren uns oft“, erzählt Rudolf Heindl (54). Er betreut im Pflegeheim Sonnenhof in Linz die größte Risikogruppe in Corona-Zeiten: Senioren und Pflegebedürftige. „Einige Kollegen haben schon Hautprobleme an den Händen, vom häufigen Desinfizieren“, erzählt Heindl. „Aber wir bemühen uns um höchste Sicherheit!“

Sonnenhof Freinberg, Sonnenpromenade (Bild: © Harald Dostal)
Sonnenhof Freinberg, Sonnenpromenade

Selbstkontrolle das Wichtigste
Die Maske kann heiß werden. Doch es zahlt sich aus: „Wir haben alles im Griff, sind bisher vom Virus verschont geblieben“, so Heindl. Anstrengend auch das Distanzhalten zu Bewohnern und Kollegen: „Meine Selbstkontrolle im 10-stündigen Dienst darf nie auslassen!“ Und ja: „Manche Bewohner verändern sich, ziehen sich in sich zurück, weil sie nicht raus dürfen.“

Rudolf Heindl arbeitet im Sonnenhof am Linzer Freinberg. (Bild: Harald Dostal)
Rudolf Heindl arbeitet im Sonnenhof am Linzer Freinberg.

Kontakt aus der Ferne
Doch die Angehörigen können täglich anrufen, auch Videokonferenzen gab es schon. Oder Dinge, die Bewohner haben möchten, werden auf Tischen beim Eingang hingestellt. Pfleger wie Rudolf Heindl geben sie dann an die Richtigen weiter. Mit einem lieben Gruß!

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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