Erle erschlug Mann

Frau fand verletzten Ehemann nach Waldarbeiten

Schrecklicher Forstunfall Freitagnachmittag in Kallham. Ein 51-Jähriger war alleine mit dem Fällen einer Erle beschäftigt, als plötzlich der Baum brach und den Mann erschlug. Seine Ehefrau fand den Schwerverletzten erst am Abend neben dem Baum liegend. Es war der vierte schwere Forstunfall innerhalb einer Woche.

Am Freitagnachmittag rückte ein 51-jähriger Einheimischer in Kallham mit seiner Motorsäge aus, um im Quellgebiet der Faulen Aschach eine dürre Erle umzuschneiden. Nachdem der Mann am Abend nicht zurückkehrte, machte sich seine Gattin auf die Suche. Sie fand ihren Ehemann schwer verletzt neben der abgebrochenen Erle liegend. Der Baum dürfte beim Abschneiden einen Meter oberhalb der Schnittstelle gebrochen sein und erschlug den Arbeiter.

Vierter Forstunfall diese Woche
Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Rettungsheli ins Krankenhaus Wels geflogen. Es war der vierte schwere Forstunfall diese Woche. In Mondsee schnitt am Samstag ein 33-Jähriger seinem 28-jährigen Freund mit der Kettensäge in den Unterarm. Er wurde ins UKH Salzburg geflogen.

Jährlich 1500 Unfälle
Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) werden in Österreich jährlich 1500 Personen bei der privaten Waldarbeit so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. 40 Prozent der Verletzten müssen sogar stationär aufgenommen werden. Rund die Hälfte ist über 60 Jahre alt.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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Sonntag, 25. Oktober 2020
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